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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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zufinden. Nach vielem Hin - und Herreden entschied sich die allge-meine Anficht in Betreff dieser Frage für die Persvn des Schmiedes eine Auszeichnung, welche Dietrich der Kraft seiner Lungen,seiner rüstigen Statur und namentlich dem Eifer verdankte, den erals Miethling in seinem Wesen zur Schau tragen zu muffen ver-, meinte.

Unter die übrigen Legenden, welche dazu dienen, das Heilig-thum Unserer lieben Frau von Einfiedeln unter dem Volke berühmtzu machen, gehört die Behauptung, daß bei irgend einer Gelegen-heit, deren Anführung hier unnöthig ist, der Sohn Gottes diesenGnadenort in Menschengestalt besucht habe. Der Sage nachlöschte er seinen Durst an der Quelle, die mit schweizerischer Klar-heit und Fülle vor der Thüre des Gebäudes sprudelt, und da mandas reine Element durch verschiedene Metallrühren rinnen läßt, sopflegen die Pilger bei ihrer Ankunft aus jeder derselben einenhastigen Zug zu thun, um sich die Kraft eines so gefeierten Vorgan-ges zu eigen zu machen. Es war auch eine silberne Platte putEindrücken vorhanden, welche die Finger Christi zurückgelaffen habensollen, und es wurde Sitte, auf diese Merkmale die Hand zu legenDer erstere Brauch ist noch jetzt allgemein üblich, während dagegenin neuerer Zeit der Tempel durch die Habsucht des werthvollenMetalleS beraubt wurde, welches die Abzeichen eines so hohenBesuches an sich trug.

Arnolph machte an der Fontaine Halt und ging langsam umdieselbe herum, indem er zugleich aus jeder Röhre trank. DieMitwaller folgten seinem Beispiele. An der Silberplatte ging erjedoch vorbei und näherte sich unter lautem Gebete dem Gebäude selbst,bis sein Fuß auf der Schwelle stand. Ohne Halt zu machen, trater sodann vor und knieete auf die kalten Steine vor dem Heilig-thum, seine Blicke auf das geschnitzte Marienbild heftend. DieUebrigen nahmen sich seinen Vorgang zum Muster, und in einigen