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Abbild von dem Brande der Gottlosigkeit. Du antwortest mirnicht, Kind?"
„Glaubst Du, Ilse, baß diejenigen, welche durch das Feuersterben, selig werden?"
„Von was sprichst Du, Meta? Der arme Berchihold Hinter-niayer ist, wie Du weißt, in den Flammen von Limburg umgekomnien,und ebenso erging es dem Pater Johann und noch einem Anderen,der weit schlimmer war, als sie Beide — oh, ich konnte Geheim-nisse enthüllen, wenn ich nicht eine so kluge Zun ge hätte! Aber dieWeisheit liegt in der Klugheit und ich sage nichts; darum seystill, Meta."
„Ich werde Dir Folge leisten, Ilse."
Die Töne des Mädchens zitterten, und das Lächeln, mit welchemsie sich bereitwillig in die Aufforderung der alten Dienerin fügte,war etwa von der Art, wie man es an einem hinilerbendcn Krankenbei dem Aufblicke zu einer liebevollen Wärterin findet.
„Du bist gehorsam und das ist ein Verdienst. Nie habe ichDich so geschmeidig und so wenig aufgelegt zu mädchenhafter Aus-gelassenheit gesehen, als eben auf dieser unserer Wallfahrt — einsicheres Merkzeichen, daß Dein Geist in einer glücklichen Stimmungist und ganz für die heilige Handlung taugt. Ei da! — der frommePater Arnolph hat Halt gemacht, und nun werden wir wahrhaftigdie Frucht unserer Mühe bald erndten können. Oh, welchen Führerhättest Du nicht an mir gehabt, wenn ich ein Mönch geworden wäre!"
Ilse peitschte die Seiten des gednldigen ThiereS, das sie ritt,und Meta schleppte sich so gut nach, als es ihre zitternden Gliedergestatteten. Zuletzt kam der Ritter und der Abbe.
„Du hast wohl schon oft derartige fromme Büßgänge gemacht,hochwürdiger Abbe?" bemerkte der Elftere, als sie den Hügel er-reicht halten, von dem aus sie das Kloster überblicken konnten.
„Noch keinen außer diesem; und hätte mich nicht der Zufall zu