als verdienstvolles Werk auf Rechnung geschrieben werden; dennseht Ihr, gestrenger Herr Bruder, sie geschieht auf Kosten christ-lichen Fleisches und Blutes, und sollte daher Gott wohlgefälligseyn ohne viel Rücksicht auf bloße äußere Umstände. Offen gesprochen,ich glaube nicht, daß ein zwölfmonatliches Schwingen des Hammersmeinen Füßen so beschwerlich geworden wäre."
„Habe Erbarmen mit Dir selbst und mit mir, guter Schmied,und denke weniger an dergleichen kleine Leiden. Was der Himmelhaben will, muß geschehen, sonst würde sich gewiß ein Mann vonDeinen Verdiensten in der Welt schon höher hinauf geschwungenhaben."
„Danke, gestrenger Herr Bruder Pilger und Bürgermeister;ich will mich bemühen, den Gang in Ergebung hinzunehmen, ob-schon diese spannenden Schmerzen einem Mann von guter Musku-latur und großem Muthe nie zusage» können. Ein ^Schlag vorden Kopf oder die Kugel einer Arkebuse sind weit weniger unbe-haglich , als kleinere Leiden, die kein Ende nehmen wollen. Wenn'Smit rechten Dingen zuginge, so müßten Bußübungen, Wallfahrtenund andere Sühnmittel der Kirche hauptsächlich den Weibern über-laffen bleiben."
„Wir werden später sehen, wie Luther dies eingerichtet hat;aber da wir einmal zum Besten unserer guten Vaterstadt, unserereigenen Seelen gar nicht zu gedenken, die Reise unternahmen, so ziemtuns, mannhaft auszuhalten — eine Pflicht, die sich um so leichtererfüllen läßt, da wir jetzt ihr Ende absehen können. Offen ge-sprochen, Dietrich, ich kann mich nicht erinnern, daß mir ein Bene-dictinerkloster je so viele Freude gemacht hätte, als das, welche«wir am Fuße jenes Berges erblicken!"
„Seyd wohlgemuth, hochedler und vortrefflicher gestrengerHerr Bruder Pilger; die Zeit der Prüfung naht ihrem Ende, undwenn wir so weit her kommen, um unserer eigenen Gemeinschaft