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wir ausdrücklich bemerken, daß wir, indem wir die wunderbare Art,wie die Kapelle ,Unserer lieben Frau von den Einsiedlern* eingeweihtwurde, berichteten, — unserem Leser bloS die Legende zu gebenwünschten, ohne uns für oder gegen die Wirklichkeit der ThatsacheAeußerungen zu erlauben. ES ist bekannt, daß der Glaube andergleichen übernatürliche Kundgebungen einer göttlichen Gewalt,selbst in der Kirche, die am meisten damit begünstigt sehn soll,nicht zu den nothwendigen Dogmen gehört, und man sollte stetseingedenk seyn, daß diejenigen Sekte», welche solche sichtbare undphysische Zeichen der Allmacht anfechten, selbst auch Ansichten, freilichvon geistigerer Natur unterhalten, die kaum weniger von dem ge-wöhnlichen Gange der Dinge abweichen. In Fällen, wo nur einso feiner Unterschied stattfindet und die Wahrheit so schwer ermitteltwerden kann, ist es unsere Pflicht, uns auf die vom Bolle ange-nommenen Thatsachen zu beschränken, und in diesem Sinne habenwir auch die Geschichte von Einsiedeln, seiner Abtei und seinemGnadenbilde gegeben.
Die Ansicht des Pater Arnolph wird an Ort und Stelle auchheute noch getheilt und findet sich namentlich unter den Tausenden,welche jährlich dieses Heiligthum besuchen.
Das Paar, welches unmittelbar auf den Grafen und denPrior folgte, bestand aus Heinrich Frei und dem Schmied, die wirnatürlich zunächst über die Bühne gehen lassen müssen.
„ES unterliegt keinem großen Zweifel, oder ich möchte über-haupt beifügen, wie Ihr sagt, gestrenger Herr Bürgermeister-"
„Bruder Pilger" — unterbrach ihn Heinrich mit einer Jam-mermicne.
„Ich hätte sagen sollen, gestrenger Bruder Pilger, obgleichder Himmel weiß, daß mir die Vertraulichkeit fast im Halse steckenbleibt! — Aber eS ist ganz so wie Ihr sagt: mögen wir uns anRom halten oder zuletzt in aller Ruhe zu der neuen Lehre desBruder Luther übergehen, diese Wallfahrt muß uns billigermaßen