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gungSmittel und in die Stimmung der Zeit gethan hat. Diese Glatz-köpfe befinden fich nicht in der Lage von Familienvätern, MeisterHeinrich, die fich um ihre Nachlommenschaft zu kümmern haben;denn sie lassen weder Namen nach Blut zurück, und so lange wirihr augenblickliches Verlangen befriedigen können, läßt fich der Vertragmehr als zur Hälfte für abgeschlossen betrachten. Nm diesem Klo-fiervolke seine Schätze abzunehmen, bedarf eS nur eines kühnenGeistes, einer bestechenden Abfindung und einer kräftigen Hand."
Der gesammte Rath murmelte dieser Begründung seinen Beifallzu, und die Verhandlung ging nunmehr in'S Einzelne.
Emich benahm fich sehr huldvoll und die Bürger wurden küh-ner. Einige lachten sogar unverhohlen über ihre früheren Besorg-nisse, und fast Alle waren der Anficht, man sehe jetzt einer schließli-chen Ausgleichung dieser lang bestrittenen ernsten Frage entgegen.Der Prior, welcher die Zeit seiner Anwesenheit zu seelsorgerlichenBesuchen in der Stadt benützt hatte, wurde bald herbeibcschieden,und der Graf übernahm das Amt, ihm die gemeinschaftliche Ant-wort mitzutheilen.
Das Zusammentreffen EmichS mit dem Pater Arnolph warbezeichnend. ES fand in dem RathhauSsaale und in Gegenwarteiniger der ersten Magistratspersonen statt. Emich zeigte fich an-fangs geneigt, hochinüthig. gebieterisch und sogar abstoßend aufzu-treten; der Mönch dagegen blieb bescheiden, ernst und ruhig. DieWirkung dieses Benehmens wurde bald augenfällig in einem höfliche-ren Verkehre, denn der Graf besaß großentheils die feinere Bildungseiner StandeSgenoffen, die er nur dann vernachlässigte, wenn erunter dem Einflüsse der Aufregung oder jener Habgier stand, welcheeinen schweren Makel seines Zeitalters bildete. Andrerseits verlorArnolph nie seine Pflichten aus dem Auge, unter denen seiner Neber-zeugung nach die der christlichen Liebe obenan stund.
„Du bist der Neberbringer des OelzweigS, heiliger Prior,"sagte der Graf, als sie nach einigen vorläufigen Gesprächen ihre