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Heinrich — eine Ansicht, die sich vernehmlich in einem allgemeinenAusrufe der Unzufriedenheit von Seiten der übrigen Rathsherrnwiederholte.— „Wir haben eine andere Antwort von Dir erwartet."
„Nun, wenn ein Wohlweiser Rath so meint — aber wer sorgtmir für Weib und Kinder?"
„Dieser Anstand wäre zu beseitigen. — Wenn ich mich rechtentsinne, so besteht Dein Haushalt aus Sechsen?"
„Aus Zehn, gestrenger Herr Bürgermeister — kein Mundweniger, und Alle in einem Alter, um viel und kräftiger Nahrungzu bedürfen."
„Mit einem Worte, so fehlen uns nur noch zwei zu unsermDutzend, Herr Graf," fügte der Bürgermeister rasch bei, „und dieVorhandenen haben die schristmäßige Eigenschaft, denn es heißt ja,die Gebete und Opfer der Jungen und Unmündigen sehen Gott an-genehm. Dank, ehrlicher Schmied und mehr als Dank; Du sollstMerkmale von ganz anderer Auszeichnung erhalten, als die sind,welche die Geißel zurückläßt. Ohne Zweifel lassen sich nun dieAndern aus den nutzlosen Müßiggängern beischaffen."
„Unsere Angelegenheiten scheinen also bereinigt zu sehn, meinelieben Bürger," ergriff jetzt der Graf das Wort. „Ueberlaßt esmir, die Frage der Schadloshaltung in'S Gleiche zu bringen, wäh-rend ihr für Beischaffung der Bußgänger und für eine paffendeSühne Sorge tragt. Ihr dort an der Thüre, entfernt euch!" —Dem Befehle wurde augenblicklicher Gehorsam geleistet und dieThüre geschloffen. — „Was unsere Vertretung zu Heidelberg undMadrid betrifft," fuhr der Graf fort, „so ist dafür Sorge getragenworden, und sollte von Nom aus der Beschwerde ungebührliches Ge-wicht gegeben werden, so haben wir immer noch den Bruder Lutherzum Verbündeten. Bonifacius hat wahrlich Verstand genug, undich kenne ihn als einen Mann, der geneigt sehn wird, einem NebelEinhalt zu thun, ehe es zu einem unheilbaren Schaden wird, so-bald er einmal einen tieferen Blick in die Natur unsrer Vertheidi-