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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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bedroht, von den sieben Plagen an abwärts bis zur unheilbarenVerdammniß."

Und Du läßst Dich durch ein Gekritzel unverständlicher Wortebeunruhigen, Heinrich?"

Ich weiß nicht, ob es unverständlich genannt werden kann,Herr Graf, wenn sichs um das Ansinnen handelt, den BürgermeisterHeinrich Frei nebst eilf anderen unserer achtbarsten Bürger alsGeiseln auszuliefern, um sie wahrscheinlich bei schlechter Kost undschweren Bußübungen Manchen trübseligen Monat in Klosterzellenaufzubewahren und von ihrem Hauswesen fern zu halten. Dazuverlangen sie noch viel Gold, Wallfahrten, Bußübungen und anderegottseligen Ergötzlichkeiten."

Wer hat Euch solche Forderungen überbracht?"

Der hochwürdige Prior, ein Mann, der so viel Herz im Leibehat, daß ich mich wundere, wie er sich zum Besteller eines so un-willkommenen und lieblosen Auftrags hergeben mochte. Aber auchdie Besten unter uns haben ihre schwachen Augenblicke, und nichtAlle handeln immer mit Neberlegung oder nach Gerechtigkeit."

Ha, Arnolph hat sich damit befaßt? Ist er schon abgereist?"

Er zögert noch, gnädiger Herr; denn schaut, wir find noch zukeinem Entschlüsse gekommen, wie wir unsere Antwort einrichten sollen."

Hoffentlich konntest Du Dir nicht einfallen lassen, eine Antwortzu geben, ohne Dich zuvor mit mir berathen zu haben, Herr Frei?"entgegnete Emich mit Schärfe und in einer Weise, wie etwa einVater sein Kind zurechtweist.Ich bin zu glücklicher Stundeangelangt, und wir wollen nun einen Blick in die Sache thun.Habt ihr euch schon über die geeigneten Bedingungen bedacht?"

Ohne Zweifel haben wir Alle hin und her überlegt, obgleichbis jetzt noch Niemand die Ansicht seines Herzens laut werdenließ. Ich für meine Person erhebe meine Stimme gegen alle undjede Stellung von Geiseln, obgleich Niemand bereitwilliger seinwürde, sich zu Nutz und Frommen der Stadt einer solchen Gefahr