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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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gesetzten einen guten Dienst geleistet haben nicht gezwungen werden,alle Kosten des Sieges zu tragen."

Beruhige immerhin ihre Gemüther, würdiger Bürgermeister,denn ich habe meine Hand nicht in die kirchliche Flamme gesteckt,ohne darauf Bedacht genommen zu haben, sie vor dem Versengenzu bewahren. Du weißt, ich habe Freunde und es wird nicht leichtsehn, einen Grafen von Leiningen zu bannen."

Wir zweifeln nicht sonderlich an Eurer und Eures HausesSicherheit, erlauchter Graf; unsere Bcsorgniß trifft nur uns selbst."

Du brauchst Dich nur an mich anzulehnen, Meister Frei.Ist nur erst das Band zwischen uns dem Kaiser und dem Reichs-tag deutlicher erklärt, und begreift man die liebevollen Wünsche,die wir gegen einander hegen, besser, so wird alle Welt wohl ein-sehen, daß ein Schlag, der auf Dürkheim geführt wird, mir selbergilt. Aber woher diese plötzliche Furcht? Was ich zuletzt überEure Stimmung hörte, brachte mich auf den Glauben, die Stadtsei beharrlich und eher geneigt, sich Luther anzuschließcn, als zumKreuze zu kriechen."

Sapperment, man kann nicht immer aus dem Gesichte beur-theilen, wie cS im Innern aussieht. Da ist zum Beispiel derSchmied, der nur selten gewaschen auftritt; aber wer sagen wollte,sein Herz sei so schwarz wie sein Gesicht, der würde dem Manngroßes Unrecht thun."

Ein Gewühl und ein Gemurmel an der Thüre verrieth, mitwelcher Bewunderung die daselbst Versammelten diese Redefigurihres Bürgermeisters aufnahmen.

Hast Du etwa Grund zu diesem plötzlichen Kleinmuth?"entgegnete der Graf, indem er einen gleichgültigen Blick nach denHandwerkslcuten hinwarf.

Je nun, aufrichtig gesprochen, Herr Graf, BönifaciuS hatin sehr schönem Latein ein gar gelehrtes Sendschreiben an unSerlassen, das uns Mann für Mann mit jedem christlichen Wunsche