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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
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mehr, wurde mit Eifer und boshafter Schadenfreude wiedergegeben,so daß jeder Ausdruck sein volles Gewicht erhielt.

ES liegt nicht in unserer Absicht, an den harten Bedingun-gen das Amt eines NebersetzerS zu versuchen: wir begnügen unsmit einer kurzen Anführung ihres Inhalts. Das Aktenstück be-gann mit einem Gruße, nicht unähnlich denen, mit welchen in denersten Zeiten des ChiistenthumS die Apostel ihre Sendschreiben andie Kirchen des Morgenlands zu bevorwortcn pflegten. Dann kameine kurze, aber nachdrücklich gehaltene Erzählung der kürzlichenEreignisse, in einer Weise gewürzt, die sich der Leser wohl denkenkann. Dieser Darstellung folgte eine Aufzählung der geistlichenund weltlichen Machthaber, welche der Brüderschaft Zusagen ihrerUnterstützung gegeben hatten, und der Schluß forderte unter An-drohung aller irdischen und himmlischen Strafen eine ungeheureSumme in Gold, als Geldentschädigung für den zugefügten Schaden eine vollständige und unbedingte Unterwerfung der Stadt unter dieGerichtsbarkeit des Klosters, in einem Hähern Grade sogar, als esje zuvor verlangt wurde eine öffentliche und allgemeine reuigeAnerkennung des geübten Bergehens nebst unterschiedlichen Buß-übungen und Wallfahrten, welche von namhaft gemachten Würde-trägern vollbracht werden sollten und endlich die Auslieferungdes Bürgermeisters Heinrich Frei nebst eilf andern Rathsherrn,die als Geiseln in den Händen des Abts verbleiben sollten, kn-alle Anforderungen und Bedingungen vollständig und befriedigenderfüllt wären.

Hu u u u i!" pfiff Heinrich, als Ludwig nach einerempörenden Weitschweifigkeit, welche die Geduld des Bürgermeistersvöllig erschöpft hatte, mit seinem Vortrage zu Ende gekommen war.Himmel! das ist ein Sieg, der uns Allem nach unser Vermögen,unser Amt, unsere Freiheiten, unser Gewissen und unsere Gemäch-lichkeiten kosten kann! Sind die Mönche toll, Meister Ludwig,