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„Das nicht, das nicht — ich zähle erst drei und siebenzigund Du magst ehrlich Deine fünf und fünfzig auf dem Rücken haben."
„Du häufst Ehren auf mich, die ich wenig verdiene, FreundWolfgang. Ich will nicht die Tage zählen, welche Du seit sovielen Monaien genannt hast, und die Zeit geht schnell voran, auch ohnedaß wir ihr durch Nasenstüber weiter helfen. Wenn ich mehr alsvier und fünfzig Jahre gesehen habe, so mögen sich meine Väteraus ihren Gräbern erheben, um das Wenige, was sie mir zu-rückließen, als sie von der Erde Abschied nahmen, wieder an sichzu ziehen."
„Worte können uns nicht jünger machen, aber ich möchtewünschen, daß wir Mittel gefunden hätten, Limburgs unruhigenGeist zu erlösen, ohne selbst so viele Gewaltthat zu begehen unduns einer Gefahr auszusetzen. Ich bin alt und nehme wenig Antheilmehr am Leben; aber doch wünsche ich diejenigen, welche nach mirkommen, glücklich und im Frieden zu sehen. Du weißt, daß ichkinderlos bin, Nachbar Heinrich, und das Herz eines solchen Manneskann nur für das Allgemeine schlagen. Es wäre auch in der Thatthüricht von mir, mich viel mit Gedanken an andere Dinge alsan die große Zukunft zu tragen, die vor uns liegt."
„Sapperment!" rief der Schmied, der gute Lust zeigte, sichein wenig auf den Muth zu steifen, den er in dem letzten Angriffentwickelt hatte. — „Gestrenger Herr Bürgermeister, wollte HerrWolfgang mit seinen Vorrälhen ein Bischen freigebig gegen dieBenevictiner Herausrücken, so könnte sich die ganze Angelegenheitin aller Ruhe friedlich bereinigen lassen und Dürkheim in allerRuhe den Vortheil ziehen. Ich stehe dafür, Bonifacius würde sichbereitwillig und ohne weitere Beanstandung wegen Kost und Woh-nung in Limburg, die er im besten Falle nur auf Lebensdauer ge-nießen konnte, mit einer schönen runden Summe Geldes absinderrlassen. Mir wenigstens erginge es so, wenn eS dem Himmel ge-