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gedrängt hatte, um aus Achtung vor den Häuptern der Stadtso wenig als möglich Platz eiuzunehmen. „Mein Hammer hat mit-geholsen, dem wohltönenden Instrumente seinen Klang zu benehmen!"
„Wir haben uns hier versammelt, um die weiteren Vorschlägeder Mönche anzuhören. Da übrigens die Stunde, in der wir ihrenGeschäftsträger zu erwarten haben, noch nicht geschlagen hat, sokönnen wir uns die Augenblicke mit einer Unterredung kürzen, wiesie die Umstände zu erfordern scheinen. Hast Du etwas vorzubringen,was die Gemüther der Furchtsamen beruhigen kann, Bruder Wolf-gang? Wenn dies der Fall ist, so sprich in Gottes Namen, damitwir das Schlimmste sogleich erfahren."
Die Verwandtschaft zwischen Wolfgang und Heinrich erstrecktesich nur auf ihre bürgerlichen Beziehungen. Ersterer sehnte sichzwar gleichfalls nach den Vortheilen, welche sich die Bürgerschaftvon Limburgs Falle versprach, hatte aber doch von Natur ausgroße Ehrfurcht vor aller überlegenen Gewalt und vermochte sichdes Sieges nicht zu erfreuen, ohne den bittersten Zweifeln in Be-treff des Grolls Raum zu geben, den der Churfürst und Nom überdie Stadt ausgießen konnten. Außerdem stand er schon hoch inJahren — ein Umstand, welcher dazu diente, das Zittern seinerkrächzenden Stimme zu erhöhen.
„ES ist weislich gcthan, in dringenden Nöthen bei den Er-fahrenen und Weisen Rath zu suchen," entgegnete der alte Bürger,„denn die Jahre lehren, wie thöricht alle Erdendinge sind, undmachen uns geneigt, die Welt mit Mäßigung und mit geringererRücksicht für die eigenen Interessen zu betrachten."
„Bruder Wolfgang, Du bist noch nicht so weit auf der Neige,als Du uns glauben machen möchtest," unterbrach ihn Heinrich,dem alle entmuthigenden Blicke auf die Zukunft besonders zuwiderwaren. „Du stehst noch in den besten Jahren — der Unterschiedzwischen uns kann kaum fünf und zwanzig betragen."