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daß ihr keine zitternden Weiber scyd, die den Segen eines Bene-diktiners nölhig haben!"
Die Stimme des Grafen sowohl, als die des Abtes wurdejetzt durch das Getöse erstickt, das durch die Kapelle erscholl.
Die erste Unterbrechung kam von einem langen, dunklen In-strumente, das aus dem Gange hinter dem abtlichen Thronseffelund nur einige Fuß von dem Kopfe des Prälaten vorgestrecktwurde — eine Störung, welche das ganze Gebäude mit den wildenkläglichen Tönen des GebirgS erfüllte.
Diesem Signale aus Gottlobs Kirschbaumhorne — denn derKuhhirte ging nur selten ohne dieses Abzeichen seines Amtes au»— folgte augenblicklich ein wildes Geschrei von Seiten der An-hänger des Grafen, untermengt mit unterschiedlichen Tönen, dieallerlei Instrumenten entquollen, welche bisher stumm gewesen waren.Die Wirkung dieser ohrzerreißenden Laute, welche von dem ge-wölbten Dache wiederhallten, des grellen Lichtes, welches immerlebhafter und lebhafter die Kirche erhellte, endlich der scheinbarenRuhe des Abts, der trotz des Getümmels seinen Fluch zu Endesprach, müssen wir der Einbildungskraft des Lesers überlassen. Nach-dem der Abt seinen unbeachteten Bannstrahl geschleudert hatte, blickteer düster umher.
Sein ruhiger und wohlunterrichteter Geist, der viel zu sehr andie Erdendinge gewöhnt war, um stch an Hoffnungen von bloS geisti-ger Natur anzuklammern, sah wohl ein, daß die Gewaltthat bereitszu weit gediehen war, um nicht für den Feind einen Rückzug nochweit gefährlicher zu machen, als das Fortschreiten; er winkte daherseiner Brüderschaft, stieg langsam und mit Würde von seinemSessel herab und ging auf dem Wege durch den Chor voran.Die Mönche gehorchten bereitwillig und verließen den außerordent-lichen Schauplatz ln ihrer gewohnten stummen Ordnung. Emichfolgte dem düstern Zuge mit unstetem Blicke, denn selbst der Siegerbetrachtet einen gelassenen Abzug seiner Feinde mit Beklommenheit,