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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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mochten sie nun auf das Gute oder auf das Schlimme abzielcn,zur Entfaltung zu bringen; und Emich zweifelte schon an allemErfolge, als er Zeuge sehn mußte, wie cS seinem Feinde gelang, de«inneren Groll zu bändigen und ihn zu dem Ausdrucke priesterlicherWürde und amtlicher Gelassenheit umzuwandeln, der in seinen Zügenherrschte. Der Abt stand auf, gleich einem Kirchenfürsten in derungestörten Ausübung seiner Amtspflichten, erhob seine S timme, sodaß jedes seiner Worte bis in die fernsten Winkel der Kirche drang,und sprach in der Weise seines kirchlichen Ritus:

Gott hat es in seiner unerforschlichen Weisheit zugelaffen,daß die Bosheit einen augenblicklichen Triumph feiere und wirwollen jetzt nicht in die Gründe dieser geheimnißvollen Führungeinzudringen suchen, da die Wahrheit seiner Zeit zuverlässig ansLicht kommen wird, aber als Dienern des Altars- als Hüterndieses Heiligthums und als Männern, die ihre Dienste demHimmel geweiht haben, bleibt uns nur noch Eine feierliche undgebieterische Pflicht zu erfüllen."

Sieh Dich vor, BonifaciuS," fiel ihm der Graf von Leinin-gen ins Wort,Du hast jetzt keine Bürgermeister, keine heulendenWeiber vor Dir."

Um der Sache jenes Gottes willen, dem zu Ehren dieserTabernakel errichtet wurde" fuhr der Abt fort, ohne sich irrenzu lassenum Seiner und seines heiligen Namens willen"

Aus Deine Gefahr hin, Priester!" rief Emich erbebendtheilweise aus Zorn, theillveise in einem Schrecken, den er sichkaum erklären konnte.

Als ein unwürdiger, aber doch nothwendiger Diener alsein geweihter Priester, dem vom Oberhaupt der Kirche Machtgegeben ist und der sich jetzt aufgefordert sieht, sie zu üben, sprecheich den"

Wo scyd ihr, ihr Männer von Hartenburg? Nieder mitden einfältigen Flüchen dieses wahnwitzigen Mönchs: erinnert euch.