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schlecht von Politik? Diese Sache ist schon in vielen Rathsver-sammlungen verhandelt worden, und bei meinem Barte, die Zungeeines Weibes soll die Beschlüsse von Dürkheim nicht erschüttern.Entferne Dich mit Deiner Dienerin und laß uns nach unseremGutbesinden handeln."
„Kannst Du es für gut finden, Heinrich, dem Herrn Trotzzu bieten? Weißt Du nicht, daß die Sünden der Väter heimge-sucht werden am Kinde, — daß das heute begangene Unrecht, wiesehr wir auch in augenblicklichem Erfolge triumphiren mögen,uns zuverlässig durch die Schreckgestalt der Strafe ereilen wird?Und gäbe es auch keine andere Macht, als die des Gewissens, sohoffte man doch vergebens auf Straflosigkeit, so lange hienieden diesefurchtbare Geißel waltet. Hast Du denn keine andern Verpflich-tungen, als diejenigen gegen den Dürkheimer Magistrat und seineeigennützige Politik? Gedenkst Du nicht mehr der Stunde, inwelcher Dir meine frommen Eltern meine Hand gaben, und derArt und Weise, in welcher Du damals gelobtest, mich und dieMeinigen zu beschützen, mir meine Verwandten zu ersetzen, undfür die, welche Du an Deinen Busen nahmst, Vater, Mutter undGatte zu seyn? Gilt Dir Meta, die Frucht unserer wechsel-seitigen Liebe, für nichts, daß Du mit ihrem Frieden und mit ihrenHoffnungen Dein Spiel treibst? So steh' denn ab von Deinemübereilten Vornehmen und denke an Dein eigenes Heimwcsen. NimmRückficht auf diejenigen, welche durch Natur und Gesetz veruriheiltfind, für Deine Vergehungen zu büßen — denn haben nicht beideweit eher ein Recht darauf, sich Deiner Milde und Deines erbar-menden Sinnes zn erfreuen?"
„Hat es je ein Weib mehr darauf angelegt, den edlen Pflich-ten des Mannes in den Weg zu treten!" cntgegnete der Bürger-meister, aus den trotz seines DagegenkämpfenS dieses umfassendeBild seiner häuslichen Pflichten einem so ergreifenden Eindruckgeübt hatte, daß er nicht wußte, wie er sich aus seiner Lage heraus«