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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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was hier so glücklich begonnen wurde, muß eben so glücklich zuEnde gebracht werden."

So höre mich an, ehe ich diese heiligen Mauern verlassevernimm meinen Fluch," erwiederte BonifaciuS, indem er sich mitder gewohnten priesterlichen Würde erhobmeinen Fluch überDich und über Deine Stadt über Alle, die in Dir ihre Obrig-keit sehen über Väter, Mütter-"

Halt ein mit Deinen schrecklichen Worten!" rief eine schrilleFrauenstimme hinter den Säulen des Chors hervor.Hochwürdi-ger, heiliger Abt, habe Erbarmen!" fügte Nlrika blaß, zitterndund vom Schrecken auf's Tiefste erschüttert bei, obgleich ihr Augevon der wilden Glut eines Irrsinns leuchtete, wie wenn sie durcheine mehr als menschliche Gewalt gehoben würde.Heiliger Priester,laß Nachsicht walten, denn er weiß nicht, was er thut. Wahnsinnhat ihn ergriffen sie sind nur das Werkzeug in den Hände» einesMannes, der mächtiger ist, als sie."

Bei Ulrika's Erscheinen nahm der Abt seinen Sitz wieder ein,als wolle er die Wirkung ihres Aufrufs abwarten.

Du hier?" sagte der Bürgermeister, seine Gattin mit einemBlicke der Ueberraschung ansehend, in den sich jedoch weder Zornnoch Argwohn mischte.

Ja, zum Glücke, um dieses schreckliche Verbrechen von Dirund von Deinem Hause abzuwenden."

Ich meinte, Du betest mit dem armen Herrn von Rittersteinin seiner trostlosen Einsiedelei auf der Heidenmauer!"

Und kannst Du der That gedenken, welche den Herrn Odozu solcher Buße und zu solchem Leiden führte, während Du alsein verzweifelter Bewaffneter hier stehst? Du siehst, daß Jahrenicht zureichen, um einem Herzen Erleichterung zu verschaffen, aufwelchem die Last der Kirchenschändung ruht. Oh, wärest Du beimir gewesen, um ein Zeuge des herben Schmerzes zu seyn, der denarmen Obo durchwühlte, als er auf jener Stufe kniete und der