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ist dieß im Laufe dieses Jahres bei unterschiedlichen Anlässen undverschiedenen Versammlungen geschehen, BonifaciuS."
„Und Du fürchtest Dich nicht vor Rom?"
„Dieß ist eine Autorität, welche in unserer Gegend mit sedcmTag mehr und mehr in Abnahme kommt, heiliger Benedictiner,und ich will Dir offen gestehen, daß uns der Zorn des Churfürstenweit mehr Bedenken gemacht hat, als der Unwille Seiner Heilig-keit; indeß ist diese Furcht sehr gemindert worden durch die Ueber-zeugung, daß er in gegenwärtiger Zeit selbst zu viel Werg an derKunkel hat, um seine Gedanken den Angelegenheiten Anderer zu-wenden zu können. Wir wußten allerdings nicht, daß er seineSoldaten abgerufen hat, sondern rechneten auf eine scharfe Ver-handlung mit diesem hartnäckigen Kriegsvolk; Du wirst übrigensleicht begreifen, daß seine Entfernung unserem Vertrauen zu dereigenen guten Sache keinen Abtrag thut."
„Der Churfürst kann seine Gewalt wieder gewinnen und dannwird der Tag der Rechenschaft kommen für diejenigen, welche sichvermessen haben, von seinem augenblicklichen Mißgeschicke Vortheilzu ziehen."
„Wir sind Handels- und Gewerbsleute, guter BonifaciuS, undhaben unsere Schätzung nicht ohne einigen Vorbedacht gemacht.Wenn die Abtei bezahlt werden muß, — ein Fall, der noch keines-wegs gewiß ist — so wird der Handel noch immer einträglich blei-ben, so lange sie nicht wieder gebaut werden kann. Wir sind derMeinung, Bruder Luther lege nunmehr einen Eckstein, der demTeufel jeden Versuch verleiden wird, das wieder aufzurichten, waswir jetzt niederzureißen gedenken."
„Ist dieß Deine letzte Antwort, Bürgermeister?"
„Nein, dieß will ich eben nicht sagen, Abt. Schicke morgenDeine Bedingungen an den Magistrat, und wenn wir damit ein-verstanden sehn können, so dürfte fich'S wohl finden, daß eine der-malige Ausgleichung allen künftigen Ansprüchen ein Ziel setzt. Aber