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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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und der Verwirrung sich schlimmer als nutzlos erweisen dürfte, unddie Folge davon war, daß viele schätzenswerthe Werke und zahl-reiche Manuskripte, welche eine gelehrte Muße im Laufe von Jahr-hunderten gesammelt hatte, der Laune von Leuten überlassen blieben»die unfähig waren, ihren Werth zu würdigen oder ihren Inhalt zubegreifen.

Wir wollen jetzt zu den Mönchen," sagte Heinrich, indem er zum erstenmale, seit sie das Gehölz verlassen hatten seineschwere Klinge in die Scheide steckte.Freund Schmied, Du wirstDeinen Obliegenheiten hier Nachkommen und Sorge tragen, daßAlles, was geschieht, auch recht geschehe. Vergiß nicht, daß DeinEisen glüht und schon auf dem Amboß liegt, um sich bearbeitenzu lassen; eS muß flach geschlagen werden, damit es nicht einesTages zu einer Waffe umgeformt werde, die uns schädigen kann.Geh' an'S Werk, Dietrich; Du weißt, was wir aus der Stadthaben wollen und was wir von Deiner Geschicklichkeit erwarten."

Damit nahm der Bürgermeister Berchthold am Arme, undging nach jenem weit berühmten Gebäude, der Klosterkirche; aufdie beiden Führer aber folgte ein Häuflein von etlich und zwanzigauserlesenen Handwerkern, welche sich während jener ganzen ereig-nißvollen Nacht gleich Männern, die ausdrücklich zu diesem Diensteerkiesen worden waren, dicht an die beiden Befehlshaber ge-halten hatten.

Um die Kapelle herrschte dasselbe düstere Schweigen, welchesdas Vorrücken gegen die Quartiere der Soldaten so unheimlichgemacht hatte: nur galt es hier einem ganz anderen Feinde. Fürdie meisten hatte damals die geheimnißvolle Gewalt der Kirche nochimmer ein tiefes und ehrfurchtgebietendes Interesse; denn obschoneinige kühne Sprecher aufgetreten waren und der Strom der öffent-lichen Meinung sich in dieser ganzen Gegend stark gegen die rö-mische Kirche gerichtet hatte, so war es doch nicht leicht, durchdie bloßen Hebel der Vernunft die tiefgehenden Wurzeln auSzu-