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Andern, welche sich vorläufig bei Seite gemacht hatten, für deneigenen Vortheil zu sorgen.
Bis auf diesen Augenblick hatte -sich auch nicht ein Einzigerder Kapelle genähert. Da es nicht in dem Wunsche derer lag,welche den Plan zum Angriff entworfen hatten, den Mönchen per-sönliches Leid zuzufügen, so war Befehl ertheilt worden, diesenTheil der Abtei eine Weile unbesucht zu lassen, weil man hoffte,die Brüder würden diese Bersäumniß benützen, um durch einige dervielen Pförtchen, welche mit den Kreuzgängen in Verbindung stan-den, zu entkommen; nun aber nicht länger ein bewaffneter Feindzu bändigen war, wurde es nöthig, an die eigentlichen Herren desKlosters zu denken. Der Proceß, ihre Zellen kahl zu machen, warbereits weit fortgeschritten, und das Jubelgeschrei, welches von denGebäuden her erscholl, verkündete, daß die reiche und gemächlicheingerichtete Wohnung des Abts eben einem ähnlichen summarischenVerfahren unterlag.
„Himmel!" murmelte Gottlob, der von dem Augenblicke seinerBefreiung an seinen Milchbruder nicht verlassen hatte — „unsereSchloßspitzbuben gucken tief in die Bücher des hochwürdigen Boni-faciuS, Meister Berchthold. Es wäre gut, wenn man sic wenig-stens auf die lateinischen aufmerksam machte, damit sie ihre Schulternnicht mit einer Gelehrsamkeit belasten, die ihnen doch nichts nütze ist."
„Mögen die Kerle immer d'rauf losplündern," entgegnete derBürgermeister mürrisch. „Aus diesem Büchervorrath ist eben so vielUebles als Gutes erwachsen, und Dürkheim wird nur um so besserfahren, wenn die verwünschte Munition der Benedictiner ein wenigzusammengeht. In den Ebenen meinen sogar Einige, daß in man-chem Bande, der den Namen eines Heiligen auf dem Rücken trägt,schlimmes Zaubcrwerk enthalten sey."
Berchthold würde vielleicht Widerspruch eingelegt haben, wennihm nicht eine innere Stimme gesagt hätte, daß jede Vorstellungüber einen derartigen Gegenstand im Augenblicke des Tumults