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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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druck, den diese wichtige Thatsache übte, war ein Gefühl der Be-täubung; dann aber erlhcüteu Heinrich Frei und Berchthold Befehl,den gefangenen Pförtner, der sich im Centrum der Angreifcndenbefand, herbeizubringen.

WaS soll dieß heißen?" rief der Bürgermeister gebieterisch.Sprich, was ist aus den Churfürstlichen geworden?"

Sie zogen mit Einbruch der Nacht ab, hochedler Herr,"lautete die Antwort,um Limburg der Obhut seines Schutzheiligenzu überlassen."

Wie, also fort? Wohin und in welcher Weise wenn Dumich hintergehst, Schurke, so soll Dein heiliger Benedict selbst nichtim Stande sehn, Dir das Fell über den Ohren zu erhalten!"

Ereifert Euch nicht, gestrenger Herr Bürgermeister, denn ichrede nichts als die Wahrheit. Mit Sonnenuntergang lief vonSeiten des Churfürsten ein Befehl ein, welcher sie sammt und son-ders bis auf den letzten Mann zurückrief. Man sagt, Friedrichsey schwer in der Klemme und deßhalb eines SuccurseS dringendbedürftig."

Diese Aufklärung hatte eine stumme Pause, dann aber einJubelgeschrei zur Folge, und Einzelne fingen an, sich hastig vonder Hauptmasse fortzustehlen, um sich nach Beute umzusehen.

Welchen Weg haben die Leute des Churfürsten eingeschlagen?"

Gestrenger Herr Bürgermeister, sie zogen in aller Stille undgroßer Ordnung den Pferdepfad hinunter und nach dem Berge dortdrüben, damit sie nicht nöthig hatten, zu so später Stunde dieDürkheimer mit Oesfnung ihrer Thore zu bemühen. Sie gedachten,durch das Cederngehölz der Heidenmauer zu gehen, auf der andernSeite des Lagers hinabzusteigen und so die Ebene hinter Dürkheimzu gewinnen."

ES unterlag also nicht länger einem Zweifel, daß die Erobe-rung gewonnen war, und der ganze Haufen löste sich in Gruppenaus, theils um Befehle auszuführen, theils aber, um gleich den