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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
282
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Ich bin ganz Eurer Meinung, Meister Heinrich, denn offen gespro-chen, es scheint mir zweifelhaft, ob der böse Geist sich mit einerso leichten Sache befaßt haben würde, wie das Hinaustragen deskleineren Materials zu Fuße gewesen wäre. Was die schwerenSäule», die behauenen Ecksteine und andere schwere Lasten betrifft,so kann man hier an eine Wahrscheinlichkeit glauben, weil es nichtso gar unter seiner Würde gewesen wäre. Diesem Theil der Sagehabe ich nie widersprochen, weil ihr doch die Möglichkeit zur Seitesteht, aber-ah! da kommt der SuccurS."

Die Annäherung eines SoldatenhaufsnS, der aus der Richtungder Hartenburg kam und sich stets in dem Schatten des GebirgShielt, nahm nun alle Aufmerksamkeit in Anspruch. Dieser zweiteTrupp war dreimal so stark, als die Städter, in gleicher Weisebewaffnet und zeigte, wie die letzteren, alle Merkmale kriegerischerVorbereitungen. Er machte in einiger Entfernung von HeinrichsRotte Halt, als erscheine es nicht räthlich, die beiden Haufen zueinem einzigen zu vereinigen, und dann näherte sich ein KriegSmannder Stelle, wo der Bürgermeister seinen Posten genommen hatte.Der Ankömmling war nur leicht bewaffnet; er trug eine Pickel-haube, einen Harnisch und sein Schwerdt in der Scheide.

Wer führt die Dürkheimer?" fragte er, als er nahe genugwar, um seiner Stimme vertrauen zu können.

Ihr armer Bürgermeister in Person; ich wünschte, daß einBesserer an seiner Stelle stände."

Willkommen, gestrenger Herr," versetzte der Andere, sich mitmehr als gewöhnlicher Achtung verbeugend.Ich meinerseits stehean der Spitze von Graf EmichS Leuten."

Wie ist Dein Name, wackerer Hauptmann?"

Er ist nur wenig würdig, mit dem Einigen in eine Classegesetzt zu werden, Herr Frey; aber wie er einmal steht, mag ichihn nicht verläugnen. Ich bin Berchthold Hintermayer."