erercirt sind, wie unsre Freunde, wenn sic ini Folie der Nolh nichtzur Hand wären."
„Zweifelt nicht an ihnen, Meister Heinrich. Ich kenne dieSpitzbuben wohl; sie zögern nur, um ihre Tornister in derselbenWeise, wie wir, zu erleichtern. Seht Ihr, wie ruhig die Bene-dictiner thun, gestrenger Bürgermeister?"
„Das gehört zu ihrer gewöhnlichen geistlichen Heuchelei, wacke-rer Dietrich, aber wir wollen ihnen schon die Wämser auSziehen.Aus unserer Unternehmung kann nur Gutes hervorgehen, dennWahrlich, bei einem solchen Geiste auf unserer Seite, der für ewigeZeiten beweisen soll, wie nothwendig es ist, sich nicht in die An-gelegenheiten eines Nachbars einzumengcn — werden alle Ungewiß-heiten zwischen uns ins Gleiche kommen. Bei den heiligen dreiKönigen von Köln, sollen wir'S uns gefallen lassen, daß dieseKutteuträger einem ehrsamen Bürgervolk bis zum Tage des Ge-richts die Augen verkleben? — Ist dort nicht Licht in der Abtei-kirche?"
„Die hochwürdigen Väter ziehen mit Gebet gegen ihre Feindezu Feld. Glaubt Ihr, gestrenger Herr Bürgermeister, die Ge-schichte von der Art, wie jene schweren Steine den LimburgerBerg heraufgeschleppt worden, habe durch'S oftmalige Erzählennicht kleine Zusätze erlitten?"
„Kann wohl seyn, Dietrich; denn nichts, eS müßte denn feuch-ter Schnee seyn, nimmt durch wiederholtes Rollen mehr zu, alseine derartige Geschichte."
„Und das Gold," entgegnele der Schmied in einer Weisekichernd, welche seinem Oberen nicht mißfallen konnte, denn seineBemerkung zielte augenfällig ans Pie gute Meinung ab, die er vondem Erfolge des Bürgermeisters in Anhäufung von Geld unter-hielt — ein Bild, stets gar angenehm sür diejenigen, welche ineinem derartigen Auskommen den Hauptzweck des Lebens sehen. —„Gold, das man gut «mherrollen läßt, vermehrt sich wunderbar!