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„Von Herzen gerne, denn kein Thurm in der Pfalz fällt mehrin die Augen. Hier ist Limburg und dort Dürkheim — zwei Ge-meinschaften, die in Interessen und Hoffnungen so zu sagen Neben-buhler sind und deßhalb nothwendigcrmaßen kein Verlangen tragen,sich gegenseitig einen Gefallen zu erweisen. Die Natur, diese großeLehrmeisterin in allen Fragen des Rechtes und des Unrechtes sagt,Dürkheim solle Limburg nicht schädigen, und Limburg solle Dürk-heim nichts zu Leide thun. — Ist Dir dies klar?"
„Himmel! so klar wie die Funken einer Esse, hochedler Bür-germeister."
„Da nun fcststeht, Keines solle sich in die Angelegenheitendes Andern mengen, so folgen wir der Nothwendigkeit und ziehenbewaffnet aus, um Limburg zu hindern, daß es sich nicht gegeneinen Grundsatz vergehe, den alle billig denkenden Menschen fürunverletzlich anerkennen müssen. Du bemerkst die Feinheit desPunktes: wir geben zu, das, was wir thun, sei schwach in seinerBegründung, aber um so stärker muß es in der Ausführungsehn. Wir sind keine Narren, um wegen Erreichung unsrer Zweckeeinen Grundsatz umzustoßen; indeß müssen doch Alle auf ihre In-teressen Acht haben, und wir führen unser Handeln mit stetem Vor-behalt der Lehre aus."
„Dieß nimmt mir einen Berg von der Seele!" rief derSchmied, welcher mit der Angelegentlichkeit einer ehrlichen Absichtzugehört hatte. „Nichts kann gerechter sehn, und wehe dem, derwiderspricht, so lange mein Rücken einen Panzer trägt!"
So erleichterten sich Heinrich und sein Lieutenant den Wegmit spitzfindigen Reden und Beweisführungen, die uns, wir wissenes wohl, den Vorwurf eines Plagiats zuzieheu könnten, wenn wirnicht im Stande wären, ihre Aechtheit mit der Autorität des sooft genannten Christian Kinzel zu verbürgen.
Der hohen und uneigennützigen Einsicht, welche sich in Ord-nung weltlicher Interessen thäiig erweist, ist schon so oft an an-