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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Dieses Zeichen gilt mir, Ulrika."

Du willst in dieser Stunde nach Limburg hinüber?"

Als ein gedemüthigter Büßer. Von den Benediktinern hatmir Gold den Frieden erkauft, und ich ringe nun danach, auch mitGott meinen Frieden zu schließen. Heute ist der Jahrestag meinesVerbrechens, und im Kloster werden um Mitternacht zur Sühnungdesselben Messen gelesen."

Die Gattin Heinrich Frey'S hörte diesen Entschluß ohne lieber-raschung, obschon sie die plötzliche Unterbrechung dieser Zusammen-kunft bedauerte.

Odo, Deinen Segen," sagte Ulrika niedcrknieend.

Wie, mir diesen Hohn!" rief der Einsiedler wild.Geh',Ulrika! überlaß mich meinen Sünden."

Er schien einen Augenblick unschlüssig zu seyn, und stürztedann gleich einem Wahnsinnigen aus der Hütte, in welcher dieGattin Heinrich Frey'S auf ihren Knieen liegen blieb.

SiebenzchntcS Kapitel.

Mona, Dkine Druldenfeier erweckt die Tobten!

Rogers.

Ulrika war an einen häufigen, innigen Verkehr mit Gott ge-wöhnt und betete jetzt! während sie so daknieete, aus den Tiefenihres Herzens. Endlich wurde ihre Aufmerksamkeit durch ein hef-tiges Rütteln an ihrer Schulter wieder der Erde zugewcndet.

Ulrika Kind Frau Frey!" rief die geschäftige Ille.Hat Dich Zauberei an den Boden gebannt? Warum bist Duhier, und wohin ist der heilige Mann enteilt?"

Hast Du Ooo von Ritterstein gesehen?"

Men? Bist Du toll, Frau? Ich sah Niemand, als den hei-ligen Klausner, der an mir vorbeiglitt, als trüge ihn ein Engels-