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Nach diesen Worten nahm Heinrich eine Haltung des Nachden-kens an, denn er war völlig zufrieden mit der väterlichen Lehre, dieer eben seiner Tochter ertheilt hatte. In den wenigen unbestimmtenAeußerungcn übrigens, welche Heinrich Frei hatte fallen lassen, fandMeta für den Nest ihres Rittes hinreichenden Stoff zu unerfreulichenBermuthungen.
Während des Gesprächs zwischen Heinrich Frei und Meta fandgleichfalls eine Unterhaltung zwischen Ulrika und der alten Magdauf ihrem Hintersattel statt. Ilses Redseligkeit und die oft erprobteNachsicht ihrer Gebieterin gaben der Erster-» Anlaß, das Schwei-gen zu unterbrechen, sobald sie das Dörfchen im Rücken hatten unddie übrige Gesellschaft weit genug voraus war, um ihrer Zungekeinen Zügel mehr anzulegen.
„Ja, das muß ich sagen, heute ist doch in Wahrheit ein Taggewesen," rief die Magd. „Zuerst hatten wir die Frühmesse inDürkheim, dann die scharfe Predigt des Pater Johann nebst demAmt in der Abtei, und endlich das herablassende Benehmen desGrafen Emich! Ich glaube nicht, gute Frau, daß Du je zuvorden Bürgermeister so hoch hast anSzeichncn sehen."
„Du weißt wohl, Ilse, daß er bei dem Herrn von Hartenburgstets sehr in Gnaden stand," entgegncte Ulrika in einer Weise, alssehen ihre Gedanken mit ganz andern Dingen beschäftigt. „WollteGott, sie wären im gegenwärtigen Augenblicke weniger freundlichgegen einander."
„Ei, Du läßt damit Deinem Gatten schlechte Gerechtigkeitwiderfahren. Es ist ehrenvoll, von denen geehrt zu werden, welchedie Welt wiederum ehrt, und Du solltest wünschen, daß sich derBürgermeister der Gnade aller solcher Personen zu erfreuen hätte,und wenn der Kaiser selbst darunter wäre. Doch Du bist schonals Kind immer so besonder gewesen, und ich sollte eine Gemüths-art nicht zu hart beurtheilen, die auch ihren guten Grund hat, dasie so zu sagen von der Natur kömmt. Ach, der Himmel ist stets