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Winklang stand. Dazu kam noch, daß Mika nie das Jägerthalbesuchte, ohne der Bedürftigkeit ihrer Freundin eingedenk zu scyn,lind wenn sie sich durch die Jahreszeit oder sonstige Abhaltungen-gehindert sah, in Person die Pflicht theilnehinendcr Freundschaftzu üben, so wurde oft und vielmal die alte Ilse nach dem Dörf-chen entsandt, um die Stelle ihrer rücksichtsvollen Gebieterin zuvertreten.
Die Calvalkade von der Abtei aus halte an Lottchens Thürevorbeiziehen müssen, weßhalb sie sich wohl denken konnte, daß ihrrin Besuch bevorstand. Als daher die blühende, frohsinnige Meta,von der Tochter des Burgwärtels und Berchthold begleitet, in ihrHauS trat, drückte sie keinerlei lleberraschung aus, obschon sie sichim Geheim über das, was sie sah, von Herzen freute.
„Deine Mutter?" lautete die erste Frage von den Lippen derWittwe, nachdem sie die glühende Wange des Mädchens geküßt hatte.
„Mein Vater sagt, sie sey mit Herrn Emich eingcschloffen;wenn dies nicht der Fall wäre, würde sie zuverlässig bereits hierseyn. Sie schickt mich, um Dir dies auszurichten."
„Und Dein Bater?" fügte Lottchcn mit Nachdruck bei, indemihr Blick unruhig von Meta nach ihrem Sohne hinüberglitt.
„Er läßt sich mit den Zechbrüdern im Schlosse den Rheinweinbelieben. Wahrhaftig, Mutter Lottchen, Du mußt das Dörfleinsehr unruhig finden, so lange diese schlimmen Gesellen in der Vestesind. Unsere Limburger Mönche sind kaum so durstig, und was ihralbernes Gerede betrifft, so trifft man nicht dergleichen in Dürk-heim, obschon es die gute Ilse eine Stadt der Eitelkeit und derThorheit zu nennen pflegt."
Lottchen lächelte, denn sie entnahm aus dem heiteren Blickeihres jungen Gastes, daß nichts Unangenehmes vorgefallen war.Nachdem sie auch Gisela willkommen geheißen hatte, ging sie in dieHütte voran.
„Weiß Heinrich von diesem Besuche?" fragte die Wittwe mitDie Heidcumaucr. 15