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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Galanterien dieser Fremdlinge. Oh, überlaßt es nur der altenIlse, aus jedem Umstande, der sich zufälligerweise ergibt, den Nutzender Erbauung zu ziehen; denn noch nie entging mir die Anbringungeiner guten Lehre, weil ich die Gelegenheit entwischen ließ, undhier steht Ulrika zum Beweise alles dessen, was ich gethan habe.Ich muß Euch um Verzeihung bitten, Herr Graf, daß ich EurenFörster wcgschickte; aber der junge Mensch ärgerte mich mit seinemGeklapper unter den Schilden und Hakenbüchsen. Damit ihm nuneine heilsame Lehre im Schweigen ertheilt werde, trug ich ihm auf,Meta wohlbehalten nach der Wohnung seiner Mutter zu bringen,indem ich dabei zum Vorwand nahm, daß ein männlicher Arm er-forderlich scyn dürfte, um die bellenden Hunde des DörfleinSabzutreiben."

Weiß Heinrich dies?"

Wahrhaftig nein, denn er ist so hoch entzückt von der Ehre,welche Dir der Herr Graf erwies, indem er sich mit Dir einschloß,daß er fast ohne Unterlaß davon spricht und dabei zugleich zum Becherlangt. Wenn ein Kind durch eine Person, die eS zuerst in ihrenArmen hielt und der noch obendrein die Erfahrung von vierundsieb-zig Jahren zu Gebot steht, so gut besorgt ist, so sehe ich nichtein, warum man den Vater viel nach seinem Wunsch und Willenbefragen sollte."

Der Graf hatte mittlerweile so sehr in Gedanken vertieft da-gestanden , daß er nur wenig auf die Rede der alten Ilse achtete.Ulrika lächelte über die Worte ihrer Dienerin, wandte sich gegenEmich und bot ihm ihre Hand, worauf alle Drei das Closet ver-ließen.