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Geistlicher ist, so ist er doch nicht schlechter gefahren, weil ich ihmmeine Ansicht über den Abtrünnigen mitiheilte! Ah, wir haben garschön mit einander gesprochen über die Gefahren und Drangsaleder Zeit und hätten Wohl viel Belehrung erholen können, wennnicht der junge Berchthold gewesen wäre, der nach der Art, wieer unter dem Waffenzeug in der Halle herum rumorte, Wohl glau-ben mochte, er ziehe durch seinen Wald. Alle Anwesenden wurdengestört durch seinen eitlen Vorwand, daß er für des Grafen Mor-genbelustigung eine Armbrust suchen müsse — als ob der Herr Grafmit weniger Vergnügen gejagt haben würde, weil in seiner Halleweise Worte gesprochen wurden! Die Hintermaher sind mir lieb undWerth, aber diesem jungen Menschen scheint eS an Respekt vor demAlter zu fehlen."
„Und wo ist mein Kind geblieben?"
„Du hast ihr ja die Weisung ertheilt, sie solle dem unglück-lichen Lvttchen Grüße bringen, und als ich glaubte, der vielgereisteRitter habe sein Sprüchlein angebracht, winkte ich ihr, auf daßsie in dem Dorfe ihren Auftrag ausrichte. Das Gespräch mitden ungebundenen Herrn wird ihr nicht geschadet haben, denn nichtsreinigt die ächte Tugend mehr, als eine kleine Befleckung durch dasLaster — es geht dabei gerade wie mit dem schlechten Metall, dasman dem Golde zusetzt, um es hart und für den Umlauf in vielenHänden tauglich zu machen."
„Du hast doch nicht Meta ohne Geleite gehen lassen?"
„Hast Du je erlebt, daß ich eS an meiner Pflicht fehlen ließ?Dein mütterlich Herz wird so leicht unruhig, wie der Vogel, derob jedem raffelnden Laube aufflattert. Mir ergeht eS wahrhaftig,nicht so. Ich schickte nach der eitel» Gisela, daß sie ihr Gesellschaftleiste, und flüsterte, ehe sie sich entfernten, unserer Meta angele-gentlich zu, sic solle nicht versäumen, aus den leichtfertigen Redenihrer Begleiterin Belehrung zu ziehen; denn ich stehe dafür, siespricht auf dem ganzen Wege von nichts Anderem, als von den