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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
215
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Ungleichheit des Ranges stattfände doch das ist müßiges Gerede,denn wir wollen ja bloS von Berchthold und seinen Hoffnungensprechen. Du weißt, Ulrika, daß zwischen mir und dem Klosterschwere Mißhelligkeiten obwalten wegen gewisser Abgaben nicht nurim Thale, sondern auch auf der Ebene, und wenn der Zwist zumeinem Bortheile ausgeht, steht meinen Einkünften eine wesentlicheBergrößerung bevor. Käme nun dieser unselige Streit zu einerfür mich wünschenswerthen Entscheidung, so wäre ich nicht nur imStande, sondern auch bereit, meinen treuesten Dienern, und darun-ter namentlich Berchthold so viel Gnaden zugehen zu lassen, daßsie eine günstige Meinung von meiner Freigebigkeit gewännen. So-bald also die Sache ihre rechte Erledigung gefunden hat) sind wirim Besitz der Mittel, Heinrich für unsere Wünsche zu gewinnen."

Wenn es aus eine ehrenhafte Weise geschehen kann, so willich den segnen, der eS erwirkt hat."

ES freut mich. Dich so sprechen zu hören, meine gute Ulrika;aber vor allen Andern kannst Du Dich in der Sache besondersnützlich machen; Heinrich und ich, wir beide sind beinahe darübereinig geworden, daß es paffend sey, daS Sündenncst der Möncheein wenig aufzustören"

Diese Worte sind stark, wenn sie auf die Mitglieder einesfrommen Ordens Anwendung finden sollen."

Bei den heiligen drei Königen, sie sind mehr als verdient.War ich nicht erst gestern mit eigenen Augen Zeuge, wie sich derAbt Bonifacins unter dem Dache der Hartenburg im Weine wälzte,gleich dem nächsten besten Vorstadtschreier! Ja, Frau Ulrika, denVater Bonifarius, den hochwürdigen Abt von Limburg habe ichinnerhalb der Mauern meines eigenen guten Schlosses in einem sokläglichen Zustande gesehen."

Und die Gesellschaft Deines eigenen guten Schlosses mit,Herr Emich?"

Wie, machst Du keinen Unterschied zwischen eiuem Ritter und