„Du weißt, Ulrika, daß ich gleich Allen meine» Range» schwe-ren Aufwand machen muß. Irmengard besitzt die meisten Eigen-schaften ihre» Stande», darunter namentlich eine Prachtliebe, diesehr kostspielig für mich wird, und außerdem hat die Ausstattungmeine» Erstgeborenen, der mit dem Kaiser reist, in letzter Zeit meineMittel sehr verkümmert, sonst würde ich au» reiner Liebe zu Dir»md den Deinigen da» Nöthige anbieten, was die Verbindung Dei-nem Heinrich annehmbar machen könnte. Zn meiner dermaligenKlemme aber, wie auch in Folge de» Krieges, der auf uns Allenschwer lastet, und der großen Kosten für Unterhaltung der vielenReisigen in der Hartenburg sehe ich vorderhand keine andern Mittel,als die eben erwähnten."
„Oder vielmehr die nicht erwähnten, denn es war Euch zu an-gelegentlich um den Beweis zu thun, daß Ihr dem Jungen keinenDienst leisten könnt, um ein Wörtchen über die günstige Aussichtzu verlieren, welche Eurer Ansicht nach die Vorsehung an dieHand gibt."
„Ich bitte um Verzeihung — Du hast mich ganz richtig beur-thcilt, Ulrika, denn ich fühle es wie einen Vorwurf, daß ich außerStand bin, für einen Menschen, den ich so sehr schätze, etwas zuthun."
„Unterstellt meinen Worten keinen Sinn, den ich nicht in sielegen wollte," unterbrach ihn die Matrone mit einem Lächeln, alswünsche sie ihren Gefährten wieder zutraulicher zu machen. „ESist mir nie eingefallen, daß die Grafen von Leiningen die Verpflich-tung haben könnten, Alle, welche in ihren Diensten stehen, nachihren verschiedenen Hoffnungen auSz»statten. Die schwerste Börsein der Pfalz könnte wohl leicht werden, Herr Eniich, wenn ihr einHeirathgut aufgebürdet würde, entsprechend dem, welches MetaFrei zu Theil werden dürfte."
„Niemand weiß dies besser, als ich. Heinrich und ich habendie Angelegenheit oft besprochen und ich wünschte nur, daß keine