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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Und wenn sie auch ihren Obliegenheiten nicht gewachsen oderderselben unwürdig wären, wo finden wir eine Autorität, die uns be-rechtigte. ihnen Schaden zuznfügen?"

Gott behüte mich, gute Frau, gelten denn unsere Schwerdterfür nichts? Zieht ein edler Name, eine alte, hohe Herkunft, der. lange bestehende Anspruch auf Gewalt und ein mannhaftes Herznicht in der Wagschaale?"

Dem Allmächtigen gegenüber sind sie wie die Blätter EuresWaldes, wenn sie der Wind bewegt, und weniger als die Schneeflocken,die Winters gegen die Zinnen Eurer Veste fliegen. Limburg istzu Gottes Ehre errichtet, und wer seine Hand gegen die heiligenMauern erhebt, wird Gelegenheit finden, seine Uebereilung in bit-terem Weh zu bereuen. Wenn an den Altären einige unwürdigeMenschen den Gottesdienst vollbringen, so sind doch auch würdigevorhanden; und selbst im entgegengesetzten Fall ist ihr heiliges Amtzu hoch, um durch die Gebrechlichkeit derjenigen befleckt werden zukönnen, die das in sic gesetzte Vertrauen mißbrauchen."

» Der Graf war verwirrt, denn Nlrica sprach ernst und mit süß

überzeugender Stimme. Er stützte das Kinn auf seine Hand undschien über die Gefahren seines Planes angelegentlich nachzudcnken.

Was hältst Du von jenem Bruder in Wittenberg, Ulrica?"fragte er endlich.Könnten wir nur der Wahrheit gemäß Heraus-kriegen, daß er ehrlich und weise ist, so dürste es, um den Stolzder Limburger zu dämpfen, an kirchlichem Ansehen nicht fehlen."

Ich gehöre selbst auch zu denen, welche den Bruder Lutherfür ehrlich halten, obschon ich zugleich der Ansicht lebe, daß er imJrrthum befangen ist, aber auch ihm fällt es nicht ein, gewalt-same Handlungen anzurathen."

»Beim heiligen Benedict, Weib, Du hast über diese Frage

mit dem Pater Arnolph Rücksprache genommen, denn kein Echowiederholt die Töne des Rufers treuer, als Du die Ansichten desPriors."