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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Berchthold Hintermayer."

Berchthold Teufelsstein !" rief der Bürgermeister lachend, ob«schon sogar in der Art, wie er seiner Heiterkeit Luft machte, da-geheime Bewnßtseyn einer Gefahr zu liegen schien.Ein bettel-armer Kerl ist in der That ein paffender Ehemann für das Kinddes Bürgermeisters von Dürkheim."

Ulricas ruhiges, blaues Auge haftete auf ihrem Galten; abersie wandte cs mit empfindlicher Hast ab, damit es nicht verrathe,was in ihrem Innern vorging. Sie gedachte nämlich der Zeit, inwelcher Ihr eigener Vater die Zustimmung zu ihrer Heirath miteinem fast ebenso armen Menschen gegeben hatte, aus dem einfachenGrunde, weil der Scharfsinn des Alten in dem jungen Mitbürgerjene Eigenschaften von Klugheit und Gcwerbfleiß entdeckt hatte,welche sich im späteren Leben so fruchtbar entwickelten.

Er ist nicht reich, Heinrich," lautete ihre Antwort,aberein würdiger junger Mensch, und warum sollten wir MetaS Herzquälen, indem wir für sie Dinge verlangen, die sie bereits in reich-licher Menge besitzt?"

Hört Ihr dieß, Herr Gras? Meine Frau lüpft vor EurerGnaden Blicken den Vorhang des PrivatgeheimniffeS mit einerFreiheit, für die ich gerne um Verzeihung bitten möchte."

Berchthold ist ein Jüngling, den ich liebe," bemerkte derGraf mit Ernst.

In diesem Falle will ich nichts Achtungswidriges gegen ihnsagen, denn er ist ein wackerer Förster und paßt vortrefflich fürseinen Posten in der Familie Haitenburg. Aber dennoch ist ernur ein Förster und obendrein ein blutarmer Förster. Ich hattezwar nicht im Sinne, so bald über das Mädchen zu verfügen, dennein Bischen warten bringt den Jungfern keinen Schaden, HerrGraf; da sie aber ihren Kopf auf diesen Berchthold gesetzt hat,so wird cS gut seyn, sie unter die Haube zu bringen, und zwar