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in einer Weise, die sie auf Gedanken bringt, welche besser für ihreAussichten paffen."
„Das Heilmittel konnte bedenklich werden, Heinrich!" bemerkteUlrica mild, indem sie das thränenfeuchte Auge zu dem Angesichtde« starrköpfigen Bürgermeisters erhob.
„Warum nicht gar — ich muß doch die Constitution der Fa-milie kennen. Was bei der Mutter so gut gelungen ist, kann demKinde nicht schaden."
Die Frau gab keine Antwort; aber Emich von Hartenburghatte tiefen Anthcil an ihrer sanften, gewinnenden Weise genommen.Da er fast kein Auge von ihr verwandte, so war ihm nicht ent-gangen, welche Anstrengung es sie kostete, den Anschein der Ruhezu bewahren, weshalb er jetzt mit freundlichem Lächeln seine Handauf die Schulter des Bürgermeisters legte und gegen ihn bemerkte:
„Herr Heinrich, Du hast eine schöne und sanfte Ehefrau; in-deß glaube ich, daß Du auch in mich kaum weniger Vertrauensetzest, als in Deine Gattin. Laß uns allein — ich möchte gernediese Angelegenheit mit Nlrica verständig und ohne Beihülfe Deine«EinfluffeS besprechen."
„Tausend Dank für diese Ehre gegen mich und die Meinigen,hochgeborener Graf! Was das Vertrauen betrifft, so wollte ichmeine Frau ein ganzes Jahr unter den Mönchen von Limburglassen, ohne dabei an etwas Anderes zu denken, als ob sie'S auchgemächlich habe; denn Niemand kennt Ulricas Werth besser, ob-schon sie so schwer zu begreifen ist, wenn ihre Phantasie sich mausigmacht. Gib mir einen Kuß, Frau, und sieh Dich vor, daß Dumir in Deiner Berathung mit dem Herrn Grafen keine Nnehremachst."
Nach diesen Worten drückte Heinrich Frei einen schallendenKuß auf die zarte Wange, welche Nlrica gehorsam darbot, undließ seine Gattin mit dem Grafen allein, ohne an etwas Anderes, alsan die hohe Auszeichnung zu denken, welche dabei seinem Namen