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ohne daran zu denken, welche RespektSwibrigkcit er beging. „SprichstDu von unsrem ehelciblichen Kinde?"
„Von niemand anders, denn gegen wen sonst konnte ich diesemütterliche Zärtlichkeit fühlen? Meinst Du, ich trüge für irgend«ine andere Person so angelegentliche Sorge?"
„Willst Du damit sagen, daß Meta — meine Tochter, MetaFrei — außer der natürlichen Liebe und Ehrfurcht, die sie gegenihren Vater hegt, eine Zuneigung zu dem Sohne eines WeibeStrage? — Daß sich die Dirne mit müßigen, ungebundenen Grillenabgebe?"
»3ch sage nichts, war zu einer solchen Meinung über Meta— meine Tochter Meta — Anlaß geben könnte," entgegnete Ulric»mit frauenhafter Würde. „Unser Kind hat sonst nichts gethan, alsdaß es auf die geheimen Einflüsterungen der Natur hörte, undwenn sic ihre Zuneigung einem Jüngling schenkte, den sie oft ge-sehen hat und von lange her kennt, so folgte sie darin nur demBeispiele der Tugendhaftesten, welche dem Verdienste vor Allemgerne Huldigung zollen."
„Geh, Ulrica! Du bist zwar ganz gut in Deinem Hauswesenund eine Frau, vor der ich alle Achtung habe; aber die Träume-reien, mit denen Du so oft geplagt bist, lassen Dich bisweilen ineinem Lichte erscheinen, daß man meinen könnte, Du seyest vielweniger verständig, als Du doch in Wirklichkeit bist. Entschuldigtsie, Herr Graf, denn obschon ich, als ihr Gatte, vielleicht ein Bis-chen zu nachsichtig gegen ihre Schwächen bin, so muß ich ihr dochnachrühmen, daß eine tüchtigere Hauswirthin, ein treueres Eheweibund eine liebevollere Mutter in der ganzen Pfalz nicht zu finden ist."
„Gegen mich bedarf es nicht erst dieser Versicherung, dennNiemand weiß Ulrica'S Werth besser zu schätzen, und ich kann wohlbeifügen, daß nicht leicht Jemand eine größere Achtung vor ihrhaben kann. Es dürfte gut seyn, sie in dieser Sache fortfahren zulassen, Heinrich, den» offen gesprochen, eS liegt vielleicht in der