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unter ihnen würde sich glücklich schätzen, das Mädchen zu heirathen,das ich ihm nahmhaft machte. Da ist der junge Friedrich Zantzinger,die Waise meines letzten Schaffners in den Dörfern der Ebene; erist ein Bursche, der sich mit Freuden einem härteren Dienst unter-zöge, um meine Liebe zu gewinnen."
„Als der alte Friedrich zu seinen Vätern ging, ließ er denJungen ohne einen Heller zurück," versetzte der Bürgermeister trocken.
„Das ist ein Fehler, der sich verbessern läßt; aber ich habenoch Andere, die sich nennen lassen. Was hältst Du von dem ältestenSohn meines Heidelberger Advokaten, deS würdigen Konrad Walther?"
„Zum Henker mit dem Spitzbuben — ich kann ihn aus demGründe meiner Seele nicht leiden!"
„Du geräthst gegen einen Mann in Eifer, Meister Heinrich,der sowohl in meinem Vertrauen, als in meiner Gunst steht."
„Ich bitte um Verzeihung, Herr Graf, aber ein plötzlicherAufwallen der Galle, als Ihr den Namen dieses Menschen erwähntet,hat mich die pflichtschuldige Ehrerbietung vergessen lassen," ant-wortete der Bürgermeister mit mehr Mäßigung. Da er jedoch ausEmichS finsterer Miene die Nothwendigkeit einer näheren Begrün-dung seines Ausrufs erkannte, so fuhr er mit größerer Offenheit,als ihm vielleicht unter weniger dringlichen Umständen erforderlichgeschienen hätte, fort: „der hochgeborne Graf kennt vermuthlichnicht den Thatbestand unseres letzten Streites?"
„Nein; ich maße mir nicht an, ein Urtheil über meine Freundezu fällen —"
„So erweist mir die Gnade, mich anzuhören; Ihr mögt dannder Schiedsrichter zwischen un» seyn. Es ist Euch wohl bekannt,Herr Gras, daß für die Bauern, welche im vorigen Jahr durch dieplötzliche Ueberschwemmung des Rheins gelitten haben, milde Bei-träge gesammelt wurden. Unter Anderen hat man auch den gutenChristen unserer Stadt sehr zugesetzt, und wir schenkten freigebigje nach unfern Mitteln, denn Niemand wird in Abrede ziehen, daß