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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Ulrica'S Worte wurden durch eine hastige ZustimmungSgeberdevon Seiten ihres Gatten und des Grafen selbst abgcschnitten, welcherals Mann von Bildung den gewünschten Dienst eigenhändig vollzogund so die Frau gewissermaßen in ihren geheimen Nath aufnahm.

Zwölftes Kapitel.

Du hättest dann Penelope zum Vorgang.

Doch h-ißl'S, daß alles Garn, daS Ite gesponnen.So lang Ulysses fern blieb, JlhakaMit Motte» nur gefüllt.'

Coriolan.

Sobald Ulrica sich mit dem Grafen und ihrem Gatten ein-geschlossen sah und ruhig auf dem Schemel, den ihr crsterer, trotzder Einrede des Bürgermeisters, aufgedrungen, Platz genommenhatte, ließ sie ihre Augen mit jenem rührend-bittenden Ausdruckeumherglciten, den man wohl an einer Frau zu finden pflegt, wennsie sich berufen fühlt, als die Rathgeberin, wo nicht als die Hüterindessen zu handeln, welchen die Natur bestimmt hat und das Gesetz so-wohl für fähig als für geneigt dazu hält, beide gedachten Obliegenhei-ten an ihr zu üben. Obschon Heinrich in seinem Hauswesen ein starr-köpfiger Polterer war, so hatten sich doch im Laufe seines Ehestandeshäufige Gelegenheiten ergeben, welche in Beiden die geheime Ueber-zeugung hervorriefen, daß in Betreff des gesunden Urtheils und dermoralischen Autorität die Ordnung der Dinge ein wenig umgekehrtsey, indem der eine Theil große Neigung vcrrieth, sich aufzulehnen,wo er als Stütze dienen sollte, ohne übrigens sonderlich dankbar fürdie an ihm geübte Nachsicht zu seyn, der andere aber sich zuweilenversucht fühlte, über die Obliegenheiten seines Geschlechtes hinauszu treten, wenn gleich dies stets unter instinktartiger Beobachtungdessen, was für eine Frau schicklich und gebührend war, geschah.

»Ich danke Euch für Eure Herablassung, Herr Graf, und auchDir, Heinrich," begann die nachdenksame Frau,denn eS ist für