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rich, ohne übrigens eine Haltung zu verändern, die seiner Eigen-j liebe so wohl that. „Sieht sie mich dann in der Gegenwart eines
j ^ Mannes sitzen, vor dem ich weit eher knieen sollte, so mag sie
u ' daraus entnehmen, daß Gott ihr einen Gatten gegeben hat, dem
^ es nicht ganz an der Achtung der Welt mangelt, wie wenig er sie
auch vielleicht verdient. Tritt deshalb wohlgemuth ein, gute Ulrica,> da es doch der Herr Gras so haben will; aber sündige nicht auf
! seine Herablassung gegen mich, die eher ein Beweis seiner großen
Liebe für unsere Stadt, als eine Sache ist, die mit unsrem häus-lichen Leben in Verbindung steht."
„In allem, worin der hochgeborene Graf einem von uns Ehreerwiesen hat, mag sie uns als Dürkheimern oder als seinen un-'s j, würdigen Nachbarn gelten — wünsche ich, mich mit aller Achtung
dankbar zu erzeigen," erwiederte die Frau, die sich inzwischen vonihrem Erstaunen erholt hatte und nun mit der bescheidenen Ruheihres Wesens in dem engen Gemache weiter vortrat. „Wenn ichnicht etwa ungelegen komme, so erbitte ich mir von euch beidenin einer Angelegenheit, die das Herz einer Mutter nahe berührt,Gehör. Da ich nämlich von Heinrich Frei'S Kind sprechen möchte, sohoffe ich, daß sich der Herr Graf gleichfalls dafür interessiren wird."
„Und wäre von meinem eigenen Kunigundchen die Rede, sosollte mir der Gegenstand nicht willkommener seyn," versetzte der-Graf. „Sprich Dich unverhohlen aus, meine gute Ulrica, undbenimm Dich ganz so, als wärest Du mit Deinem Gatten allein."
„Du hörst, Frau, der Herr Graf nimmt an allen unserenFreuden und Trübsalen Theil, nicht anders, als ob er ein Bruderwäre. So drücke also nicht lange und geh' frei heraus mit der! Rede, obschon ich damit nicht sagen will, Du sollest Dich in Deinen
i Worten der Vertraulichkeit eines Familiengesprächs bedienen."
„Da sich'S um einen so nahen Gegenstand handelt, so bitteich um die Erlaubniß, die Thüre schließen zu dürfe», ehe ich weiterspreche."