sind Viele aufgetreten, welche nicht nur diese, sondern auch ver-schiedene andere Großthaten des KlosicrvolkeS in Frage ziehen."
Der Graf bekreuzte sich unwillkührlich und schien in düstererStimmung über den Gegenstand mit sich selbst zn Ralhe zu gehen.Dann blickte er nach seinem Gefährten hin und bemerkte, daßer stand.
„Ich bitte um Verzeihung, würdiger Bürgermeister, daß meineUnachtsamkeit Dir diese Mühe machte. Mein Bein ist letzter Zeitso viel im Bügel gewesen, daß es wohl ein Bischen Streckensbrauchen kann, aber es wäre nicht recht, wenn ich Dich darunterleiden lasten sollte. Nimm wieder Platz, Heinrich."
„Das würde in Eurer Gegenwart einem Manne von meinerStellung übel ziemen, edler, hochgeborener Emich, und ich wüßtees nicht vor der Hochachtung und Liebe, die ich gegen Euch hege,zu verantworten."
„Sprich nicht so, Meister Heinrich, sondern nimm ohne Zö-gerung Deinen Sitz wieder ein; es gewänne ja sonst den Anschein,als wüßte ich Deine Verdienste nicht zu würdigen."
„Herr Graf, ich bitte, thut Euch nicht selbst dieses Unrechtan. Nun ja, wenn es denn durchaus Eurer Gnaden Wille ist —aber ich erröthe über meine Dreistigkeit — wenn ich doch einmalnachgeben muß, so rufe ich Euch zum Zeugen auf, daß mich nurdie hohe Achtung vor Euren Wünschen dazu veranlaßte."
In diesem Wettstreite der Höflichkeit gelang cs dem Grafen,unter Anwendung sanfter Gewalt, den Bürgermeister zu bewegen,daß er wieder Platz nahm. Heinrich hatte mit einer Art mädchen-hafter Sprödigkeit nachgegeben; als er aber fand, daß er, stattwie früher den bescheidenen Schemel einzunehmen, unwillkührlichin den Armstuhl des Grafen gezwängt worden war, sprang er vondem Polster wieder auf, als berge das Leder hinreichend elektrischenStoff, um den nicht leitenden Eigenschaften der weiten Wollenbe-kleidung, in welche seine untere Person gehüllt war, Trotz zu bieten.