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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Gott bewahre!" rief der Bürgermeister.Das ganze Reichwürde ein Geschrei erheben über dieses Acrgerniß, wenn es bekanntwürde! Ich bin es meine,» Rufe schuldig, daß ich eine so wenigverdiente Ehre ablehne."

Mich aber fordert mein Ansehen auf, meinen Willen durch-zusetzen. Laß mich daher immerhin Deine Verdienste ehren."

Jetzt begann auf's Neue von Seiten des Grafen die Anwen-dung freundlicher Gewalt, von Seiten des Bürgermeisters aber diehöfliche Koketterie, bis Letzterer, der durch längeren Widerstand An-floß zu geben fürchtete, sich zum Nachgeben genöthigt sah; er ver-wahrte sich jedoch bis auf's Letzte gegen die augenscheinliche An-maßung von seiner Seite und das große Unrecht, das der Grafdurch ein solches Ansinnen an seiner eigenen Person begehe.

Ein ausgezeichneter fremder Redner erklärte einmal die Ehren-titel und die gesellschaftlichen Auszeichnungen, welche die europäischenRegierungen verleihen, als diewohlfeilste Wehr der Nationen."Diese Ansicht scheint uns übrigens bloS eine von der endlosen Zahlkecker Trugschlüsse zu sepn, die zu Unterstützung bestehender In-teresse» auf die Bahn gebracht wurden, ohne daß man es dabeimit ihrer Wahrheit oder ihren eigentlichen Wirkungen genau nahm.Diesewohlfeile Wehr" ist gleich dem unsterblichen Falstaff, dernicht nur selbst witzig war, sondern auch Andern zum Witze Anlaßgab, eine Quelle von vielen sehr kostspieligen Gewohnheiten, sodaß derjenige, welcher die Last trägt, nur wenig Grund hat, übereine solche Erfindung zu jubeln. Wir empfehlen allen einäugigenStaatSwirthschaflSlchrern, welche noch immer in obgedachten wohl-bekannten Satz des englischen Redners Vertrauen setzen, den Briefim Spektator zu lesen, in welchem ein Stadtjüngling erzählt, wieer gezwungen gewesen, seine Zurückhaltung gegen ein hübsches PaarLandbäSchen zu rechtfertigen, welche ihm eine unzarte Nichtachtungseiner Festtags-Privilegien zum Borwurf machen wollten; in dieserAbsicht erinnert er sie an die Berechnungen des Mannes, der keine