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wir haben geschäftige Freunde, welche von dem kleinsten Ueber-sehen gewaltig viel Aufhebens machen würden. Zu andern Zeitenaber würde ich mir ein Vergnügen daraus machen, Euer Gnadenzu Ehren sogar das Heidelberger Faß trocken zu legen."
„Die Gefahr einer Beobachtung wäre hier nicht zu besorgengewesen, und bei den heiligen drei Königen von Cöln, der Schuft,der cs etwa wagte, sein naseweises Gesicht in diesen Mauern blickenzu lassen, sollte mir übel genug wegkommcn! Deine Klugheit istübrigens löblich, Heinrich, denn ich bin mit Dir der Ansicht, daßdie Zeiten gar bedenklich sind für alle Freunde der guten Ordnungund des Friedens unter den Menschen. Was wollen denn,dieSchurken, daß sie die Obrigkeit also behelligen? Haben sie nichtihr Essen und ihre Kleider — sind sie nicht bereits jetzt schon imBesitze zahlloser Privilegien? Wenn man das gierige Pack gewährenließe, so dürften ihre Vorgesetzten bald keinen guten Bissen mehrnach dem Munde führen, noch ihre Lippen mit edlem Rheinweinenetzen, ohne daß darüber gemäckelt würde!"
„Ich fürchte, hochgeborner Emich, daß dieser gierige Sinnin ihrer schlimmen Natur begründet ist. Man darf nur ihrenBitten einmal ein klein wenig nachgeben, wie z. B. mit Verspä-terung der Polizeistunde oder mit diesem Marktplatzwunsche da, sokann man richtig darauf zählen, daß die Nachsicht nur ein Ver-langen nach mehr zur Folge hat. Nein, wer ruhig und gemächlichregieren will, muß durchweg regieren, oder wir werden zu lauterungebildeten Wilden, die weit besser für die Wälder hinten inAmerika paffen, als für unsere gegenwärtige vernünftig-humaneCivilisation."
„Wackrere Worte sind nie auf Deinem Rathhause gesprochenworden, und ich kenne den Kopf, dem sie entsprungen sind! Wennich nur Anlaß hätte finden können, Dich zu dem Bankette ein-zuladen, so hätte die Ausrede zureichen müssen, obwohl der hohePreis der Weinberge auf dem Spiele stund. Doch sage mir, Freund