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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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Hast Du nichts von dem Erfolge der letzten Nacht gehört?"fragte der Graf plötzlich.

Ich habe nicht das Vergnügen gehabt, Herr Graf; abermein Herz sehnt sich darnach, Alles zu erfahren, falls es auf dieInteressen Eurer Gnaden Beziehung hat."

Die messenstngenden Spitzbuben sind um ihren Weintributgekommen. Diesen wenigstens habe ich ihnen ehrlich und gesetzlichabgejagt. Du weißt, wie wir uns längst vorgenommen hatten,gegenseitig die Stärke unserer Köpfe zu erproben : ich hatte imSinne, mir Deine Sekundantschaft zu erbitten, aber die Anwesen-heit >jener Faullenzer legte meiner Gastlichkeit einigen Zwang aus.Du würdest Dich in einem solchen Kampfe als eine mannhafteStütze erwiesen haben, Heinrich."

Ich danke schönstens, Herr Graf, und nehme die Gnade fürempfangen an. Bei Tafel laß ich mich nicht schlechter finden, alsirgend ein Anderer, und kann mich rühmen, daß ich mein Weinleinhübsch ordentlich zu führen vermag; aber der Ernst der Zeitenmahnt uns bürgerliche Obrigkeiten zur Klugheit. Unter dem Volkeregt sich der Wunsch nach gewissen unvernünftigen und belangreichenPrivilegien z. B. nach dem Recht, zu unpassenden Stunden,welche die Bequemlichkeit der Bürgermeister sehr beeinträchtigenwürden, Maaren auf dem Markt zu verkaufen. Auch spucken »ochandere ähnliche Neuerungen in den Köpfen, und wir müssen kräftigdagegen auftreten, damit nicht zuletzt gar unser Ansehen Nothleide und als Folge davon eine unnatürliche Erschütterung Platzgreife. Wenn wir solchen übertriebenen Forderungen nachgebenwollten, Herr Graf, so würde das städtische Wesen bald in diegrößte Verwirrung gerathen, und das wohlgeordnete, achtbareDürkheim verdiente dann mit den Hütten jener Länder verglichenzu werden wie heißen sie doch? in dem fernen Amerika,das in letzter Zeit so vielen Anlaß znm Schreiben und Sprechengegeben hat. Wir müssen dcßhalb ein gutes Beispiel geben, denn