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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
175
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Menschen gewendet, der zwar mitunter Augenblicke eigenthümlicherVerschmitztheit habe, in Wirklichkeit aber oft mehr als gewöhnlicherGeisteSarmuth unterworfen sey. Der Mönch führte den Kuhhirtenin eine Zelle, deutete auf ein Crucifir, in welchem das einzige-belwerk bestand, und entfernte sich, ohne daß er eS für nöthig hielt,auch nur die Thüre abzuschließen.

Eilftrs Kapitel.

-»Valeria ist hier,

Dich zu besuchen."

Coriolan.

'Rach kurzem Ritt hatte die Cavalkade des Grafen Emich dasThor der Hartenburg erreicht. Die Gesellschaft stieg ab, und dieGäste wurden nebst den regelmäßigeren Insassen des Schlosses nachder Halle geführt, wo der Herr der Veste Frau Ulrica und ihre,» Tochter abermals küßte. Diese Freiheit war das Vorrecht seines

Ranges und seines Charakters als Wirth; auch versäumte HeinrichFrei nicht, die Ausübung derselben abermals dankbar anzuerkennen.Die Frauen wurden sodann der Obhut Giselas übergeben, welcherin Abwesenheit ihrer edleren Gebieterin das Amt oblag, unterFrauenzimmern die Ehren des Hauses zu machen.

Du bist mir dreimal willkommen, mein fester und getreuerHeinrich!" rief der Graf mit Herzlichkeit, während er den Bürger-meister an der Hand nach einem der Ehrenzimmer führte.Nie-mand kennt Deinen Werth und die Beständigkeit Deiner Freundschaftbesser, als der Herr dieses armen Schlosses, welcher Dir dafür mit^ der innigsten Liebe zugethan ist."

Schönen Dank, hochgeborener Emich, und allen gehorsamenDienst, den ein Mann von so geringer Geburt und Erziehung einemvielgeehrten und hochgepriesenen adeligen Herrn erweise» kann. Ich