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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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lange über die Näthlichkeit des Schrittes nach, den er zu thun imBegriffe war. Die Beziehungen zwischen der Abtei und dem Schlossehatten sich in einer Weise gestaltet, die es fast eben so gefährlichmachte, zurückzutrelen, als fortzuschreiten. Die Einkerkerung einesgräflichen Vasallen konnte den offenen Bruch schnell herbeiführen,und doch beraubte sich das Kloster, wenn man Gottlob abziehenließ, aller Mittel, um die wichtige Auskunft zu erhalten, um derenwillen sich der Abt in einem Augenblicke, in welchem so wenig wahreFreundschaft unter den Zcchgenofsen herrschte, zu der bereits geschil-derten Schlemmerei hatte verleiten lassen. Emichs Vorsicht hatte jedochdiesen wohl angelegten Plan vereitelt, und das Resultat des Ver-suches war zu kostspielig gewesen, um zu einer Wiederholung dessel-ben zu reizen. Auch war es gewagt, Gottlob nach der Hartenburgzurückkehren zu lassen, denn die feindselige Gesinnung und die Er-wartungen der Abtei waren vor dem Kuhhirten so unverhohlenenthüllt worden, daß man mit Sicherheit darauf zählen konnte, erwerde das Vorgesallene berichten. Es war außerdem wünschcnS-» werth, einen Anschein von Vertraulichkeit beizubehalten, wie wenig

man sic auch fühlen mochte, da der Mönch wohl wußte, nach dereigentlichen Freundschaft sey zunächst wenigstens die Maske derselbenvon großer Wichtigkeit, um den gewöhnlichen Auskunftsmitteln eineroffenen Feindseligkeit vorzubeugen. In Heidelberg waren Agententhätig, um den Churfürsten für einen Punkt zu gewinnen, der fürdas Wohl des Klosters hohe Bedeutung hatte, und man mußteAllem aufbieten, Emich von einem offenen Akte der Gewaltthatabzuhalten, bis das Ergebniß dieser Sendung bekannt war. Miteinem Worte, die beiden kleinen Mächte befanden sich genau in der-selben Lage, in welche sich schon größere politische Gemeinschaften^ verstrickt sahen: sie erfaßten instinktartig den wiverstreitenden Cha-

rakter ihrer beiderseitigen Interessen, und suchten dennoch die Lö-sung des Knotens hinauSzuschieben, weil^och keine Partie daraufvorbereitet war, sich voll über Alles ausznsprechen, was sie wünschte,