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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
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freut mich, zu sinken, daß man diesen Jrrthum endlich entdeckt hat,und namentlich bin ich froh, daß ein so unwürdiger, armer Menschwie ich bin, unter die Ersten gehört, welche die Kirche zu einemWerkzeuge ihrer neuen Absichten machen will."

Der Abt wußte sich augenscheinlich in den Charakter seines^ Agenten nicht recht zu finden; da er aber selbst ein Mann von

weltlicher Gesinnung war, so rechnete er mit ziemlicher Zuversichtauf den Einfluß eines Vermittlers, dessen Macht stillschweigend vonallen feilen Seelen anerkannt wird. Er nahm daher gleich einemManne, der keine weitere Heimlichthuerei für nöthig hielt, seinenSitz wieder ein und ging unverhohlen auf den wahren Zweck dergegenwärtigen Zusammenkunft über.

Du hast uns von dem Schlosse Hartenburg etwas mitzutheilen,guter Gottlob."

Wenn es Euer Hochwürden genehm ist, mich anzuhören."

Fahre fort kannst Du uns etwas über die Streitmachtsagen, die Emich in der Veste versammelt hat?"

^Mein Herr Abt, es ist nicht leicht, einen Haufen Spitzbuben

zu zählen, die von dem Augenblicke an, wann die Sonne die ThürmeEurer Abtei berührt, bis zu dem, da sie hinter dem Teufelssteinuntergeht, umherstolpern."

Bist Du nicht verständig genug, sie in Abteilungen zu trennenund letztere dann gesondert zu zählen?"

Hochwürdiger Abt, dieser Versuch hat fehlgeschlagen. Ich theiltesie in Betrunkene und Nüchterne; aber so wahr ich lebe, sie wolltenmir nicht beiderseits so lange in dem gleichen Zustande verharren,bis ich die in den Dachstübchen und den SoutterainS aufgejagt hatte.Während der Eine seinen Rausch ausschlief, goß der andere Becher^ um Becher hinunter, so daß sich die Betrunkenen so schnell wieder

rekrutirten als ihre Zahl sich minderte. Es wäre weit leichter, diePolitik des Kaisers zu erforschen, als Graf EmichS Reisige zu zählen."

So sind'S ihrer also sehr viele?"