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einer, wenn er meint, derartige Dinge könnten das feuchte, herz-tödtende Loch warm und angenehm machen — eine Novembernachtin seinen vier Wänden zubringen, so wird er schon auf andere Ge-danken kommen. Mag er beim Eintreten ein noch so großes Ver-trauen in die Klostergebete setzen, so müßte er nicht Fleisch undBlut, sondern ein brennender Ofen in der Gestalt eines sterblichenLeibes seyn, wenn er nicht mit der größten Furcht vor Herrn EmichSZorne wieder herauskäme.*
Vater Bonifacins sah, daß es vergeblich war, auf den Geistdes Kuhhirten in der gewöhnlichen Weise Einfluß üben zu wollen,und mußte deshalb zu sichreren Mitteln greisen. Er winkte seinemBegleiter, ihm ein kleines Kästchen herüber zu geben, das äußerlichmit vielen sichtbaren Zeichen des christlichen Glaubens verziert war,und nahm einen großen, schweren Beutel heraus. Gottlobs Augenglänzten — hätten die Mönche nicht zuviel mit dem Zählen desGeldes zu schaffen gehabt, so dürfte ihnen wohl die Aeußerungseiner Freude ein wenig erkünstelt vorgekommen seyn — und er be-zeugte große Lust, den Inhalt einer Börse kennen zu lernen, die »
so werthvoll aussah.
„Dieß wird Frieden und Vertrauen zwischen uns stiften," sagteder Abt, indem er Gottlob eine Geldmünze einhändigte. „Du hasthier etwas, was dem blödesten Verstände begreiflich ist, und einMensch mit deinem schnellfertigen Witze wird ohne Zweifel einsehen,was für ihn Gutes daraus erwachsen kann."
„Euer Hochwürden schlagen meine Mittel nicht zu hoch an,"antwortete der Kuhhirt, indem er ohne weitere Umstände das Goldin die Tasche steckte. „Wollte unsre gute Mutter, die Kirche, dieseMethode in Anwendung bringen, um sich Freunde zu sichern, sokönnte sie über alle Luther zwischen dem Constanzer See und demMeere lachen, den von Wittenberg mit eingerechnet; in Folge einesseltsamen Versehens aber hat sie sich in letzter Zeit mehr damitbefaßt, den Leuten ihr Gold zu nehmen, als ihnen zu geben. Er