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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
167
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Zunahme des Unglaubens und in dem Geist des Ungehorsams, dersich überall unverhohlen ausspricht?"

Die Menschen würden viel besser für ihr Seelenheil und fürihre zeitliche Rübe sorgen, wenn sie sich in dieser mühevollen Weltweniger mit Denken befaßten. Dein Name ist Johann, mein Sohn?"

Gottlob, hochwürdigster Abt, mit Eurer und der heiligen KircheErlaubniß."

Ein frommer Name; ich hoffe, Du vergissest nicht der Pflichtnachzukommen, an welche er Dich stündlich erinnern sollte."

Was dies betrifft, so kann ich wohl sagen, Vater, daß ichGott für alle Wohlthaten lobe, die mir zu Theil werden; und wennihrer auch doppelt so viel wären, so sagt mir Etwas in meinem In-nern, ich könnte in alle Ewigkeit fort für Gnadengaben danken."

Gottlobs Antwort bewog den Abt, den Kopf umzuwenden.Nachdem er den gesetzten Ausdruck in dem Gesichte des jungenMenschen aufmerksam geprüft hatte, fuhr er fort: .

Schon gut. Du bist ein Jäger, im Dienste des Grafen Emich?"

Sein Kuhhirt, hochwürdiger Abt, und ein Jäger obendrein,denn eine unstetere, nachlässigere und bclästigendere Familie als diemeinige ist in der ganzen Pfalz nicht wieder zu finden."

Richtig, ich erinnere mich also ein Kuhhirt; Du hast Dichaber ziemlich dreist gegen den Herrn Pater da benommen, indemDu ihn glauben machtest, Du sehest von Dürkheim und nicht vondem Schlosse."

Um vor Eurer Hochwürden ohne Rückhalt zu sprechencS gab ein Bischen zwischen uns zu verhandeln. Ihr müßt näm-lich wissen, heiliger Abt, daß ein Kuhhirt für alle Sprünge seinerThiere herhalten soll, und so zog ich es vor, einfach für meineeigenen Verirrungen Buße zu thun, ohne obendrein die Gewissenaller Stücke Vieh, welche dem Grafen Emich gehören, weiß wa-schen zu wollen."