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hier einige Merkmale von dem großen Neichthum des Klosters, ob-schon diese Schaustellung durch die Ordensregel sowohl als durchdie öffentliche Meinung sehr in Schranken gehalten wurde; indeß fandman hier doch wenig mehr von der Selbstverläugnung und Entsagung,die man stets mit dem Gedanken an ein Kloster in Verbindung zubringen pflegt. Die Gemächer waren mit dunkelm Eichenholze ge-täfelt; allenthalben wimmelte es von Sinnbildern des religiösenGlaubens, aus kostbaren Materialien gearbeitet, und auch anSammt und anderen Stoffen von ungemeinem Werthe, obschon inbescheidenen Farben gehalten, war kein Mangel vorhanden. PaterSiegfried führte den Mann nach einem der wohnlichsten dieser Ge-mächer— nämlich nach dem Cabinete des Abtes, der die Amtsklei-dung, in welcher er kürzlich im Chore erschienen war, jetzt abgelegtund sich allen kirchlichen Pompes entschlagen hatte, um mit derTrägheit eines Studenten und einigermaßen mit der Nachlässigkeiteines Schlemmers der Ruhe zu Pflegen. '
„Hier ist der junge Mann, von dem ich Dir gesprochen habe,hochwürdiger Abt," begann Pater Siegfried, indem er seinem Be-gleiter vorzutreten winkte.
Bonifacius legte ein erst kürzlich aus der Presse hervorgegan-gencs Buch, das in Pergament gebunden und mit kolorirten Initialenversehen war, auf den Tisch nieder, und rieb sich die Augen wieein Mann, der Plötzlich aus einer träumerischen Zerstreutheit ge-weckt wird.
„Wahrhaftig, Bruder Siegfried, diese Leipziger Spitzbubenleisten Wunder in ihrer Kunst. Da ist kein Wort am UnrechtenPlatze und kein Gedanke dunkel. Gott weiß, wohin dieses Ueber-maß von Wissen, welches so lange nur das Eigenthum des Ge-lehrten war, mit der Zeit führen wird. Das Amt eines Bücher-abschreibers wird nicht lange mehr hübschen Vortheil bringen oderüberhaupt in Achtung stehen."
„Haben wir nicht die Beweise solch übler Einwirkung in der