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Der Fremde blieb stehen, denn ein einzelner Münch wandeltemit einer Miene, die nicht sonderlich einladen konnte, wenn man inBetreff der Aufnahme noch zweifelhaft war — unter den Arkadenhin. Wenigstens war der Unterthan des Grafen dieser Ansicht,und man konnte es ihm nicht verargen, wenn er den trüben AuS-» druck in Vater ArnolphS Gesichte, das eben jetzt von Sorgen um-
wölkt war, für Strenge nahm.
„Was willst Du?" fragte der Prior, als er sich bei einerWendung Angesicht in Angesicht mit dem Eindringling sah.
„Hochwürdiger Vater, Euern heiligen Segen."
„Knie nieder und nimm ihn hin, mein Sohn. Du bist doppeltgesegnet, weil Du Trost bei der Kirche suchst und die verderblichenKetzereien der Zeit meidest."
Der Prior sprach, das Zeichen des Kreuzes über ihn machend,die Benediction und winkte ihm aufzustehen.
„Hast Du noch einen andern Wunsch?" fragte er, als er be-merkte, daß der Bauer sich nicht entfernte, wie doch diejenigen zu* thuu pflegten, welche eine derartige Gunst empfangen hatten.
„Nein — es müßte denn sehn, daß mir jener Bruder etwasmitzutheilen hätte."
Das Gesicht Siegfrieds sah zu einer Thüre heraus, welchenach den Zellen führte.
Die Züge des Priors wandelten sich um, wie die eines Mannes,der alles Vertrauen zu den Absichten seines Gefährten verloren hat,und er ging unter den Arkaden seines Weges weiter. Der Bauerglitt an ihm vorbei und verschwand durch die Thüre, nach welcherihn ein heimlicher Wink eingeladen hatte.
Es ist bereits bemerkt worden, daß die Benedictiner in hohemt» Grade gastfreundlich sind. Eines von den Hauptgebäuden auf dem
Berge war vornehmlich der Bequemlichkeit des Abts und der Rei-senden gewidmet, deren Bewirthung stets eine Pflicht, für den VaterBonifaciuS, aber meist eine sehr angenehme Pflicht war. Man sah