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der heilige Benedict euer Fürsprecher seyn! Wir frieren und sindhungrig — laßt uns daher ein Almosen zusammen."
„Gib den Spitzbuben einen Silberpfennig," sagte der Grafzu seinem Seckelmcister, der in dem Zuge ritt, „denn sie habenwahrhaftig ein ganz verhungertes Aussehen. Die gottseligen Mönchehaben in letzter Zeit so viel mit ihrer Garnison und mit ihren ^
Messen zu thun gehabt, daß sie darüber vergaßen, ihre Armen zuspeisen. — Komm näher, Freund; bist Du aus dem Jägerthale?"
„Nein, edler Graf; ich komme von einer Wallfahrt zu einem fernenHeiligthum, aber Mangel und Noth haben mich unterwegs befallen."
„Hast Du die Mönche um ihre Mildthätigkeit angesprochen,oder fandest Du sie zu sehr in Andacht vertieft, als daß sie sich desmenschlichen Elends hätten erinnern können?"
„Großer Graf, sie sind freigebig; aber wo so Biele zu fütternsind, bedarf es vielen Goldes. Ich sage nichts gegen das frommeKloster von Limburg, das eben so gottselig ist in seinen mildenSpenden, wie in seinen Gebeten."
„Gib dem Kerl einen Kreuzer," brummte Emich, indem er >sein Roß in einer Weise spornte, daß unter dessen Ausschlagen derKieS in die Luft flog.
„He, Bursche," bemerkte Heinrich Frei, „hast Du für DeineWallfahrt und für Deinen Bettel auf offener Landstraße etwasAmtliches vorzuweisen?"
„Nichts, als dies, gestrenger Herr Bürgermeister," — HeinrichFrei trug nämlich seine Amtskette — „den Befehl meines Beicht-vaters und diesen Paß von unseren Hauptleutcn."
„Nennst Du dies nichts? Du sprichst von einem wichtigenamtlichen Dokument, als ob es nur ein Böglein Schelmenliederwäre! Halt — Du sollst nicht durch allzu großen Mangel inBer- »suchung geführt werden. Meta, Dirne, hast Du einen Kreuzer?"
„Da ist ein Silberpfennig — er dürfte dem Nothstande desPilgers besser entsprechen, Vater."