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als die Umstände erforderten. In den beredten Blicken jedoch^welche er mit dem Grafen wechselte, verrietst sich das Einverneh-men, in welchem das Schloß und die Stadt zu einander standen.
„Ihr gebietet über meine Pflicht, Herr Graf, und ich erlaubemir daher die Frage, in welcher Weise ich Euch dienstlich seynkann."
„Ich will Dir keine mühsame Buße auflegen, sondern bloSvon Dir haben, daß Du den Kopf Deines Pferdes der Hartenburgzuwendest, um daselbst ein Stündchen oder zwei mit einem GerichtGerngesehen vorlieb zu nehmen."
„Mit Freuden, mein Herr Graf, wenn es möglich wäre," ent-gegnete Heinrich, indem er einen zweifelhaften Blick auf Meta undseine Gattin warf; „aber diese SonntägSmeffen sind Dinge, in wel-chen man die Weiber gewähren lassen muß: von dem ersten Ton derMorgenglocke an, bis Abends die Thore geschlossen werden, kannich kaum einen Gedanken mein eigen nennen."
„Bei der Jungfrau, eS müßte in der That schlimm hergehen,wenn die Hartenburg nicht ein Dach hätte, um alle Deine liebenAngehörigen zu beherbergen."
„Ihr habt bereits adelichen Besuch und ich möchte nicht gerne —"
„Sprich mir nicht davon. Der in dem Hellen Mamms mit demweißen Kreuze ist nur ein obdachloser Rhodiser Ritter, welcher wie dieTaube aus der Arche umherzicht und nicht weiß, wo er seinen Fußhinsetzen soll; der Andere im schwarzen Kleid aber ein müßigerfranzösischer Abbe, der fast nichts thun mag, als mit den Weibernplaudern. Laß Deine Frauenzimmer in ihren Händen, denn sie sindan Galanterie gewöhnt."
„Zum Henker, hochgeborene Ercellenz, ich bezweifle nicht, daßsie in solch müßigen Künsten wohl erfahren sind; aber meine Frauhat wenig Geschmack an derartigen eitel» Aufmerksamkeiten, und offengesprochen, Herr Graf, auch ich finde keinen sonderlichen Gefallendaran, wenn man mit Weibern so viele Umstände macht. Wäre