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20 (1845) Die Heidenmauer : eine Rheinsage
Entstehung
Seite
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Deinen Lehensherrn genannt, und ich will Dich jetzt in einer Weisebefragen, die zn Deinen Angewöhnungen paßt, Enrich van Lei-ningen, Du hast in Wahrheit einen edlen Namen in der Pfalz,und Deine Familie steht seit langer Zeit unter uns in großemAnsehen. Dennoch bist Du nur der zweite oder gar der dritteweltliche Gebieter in Deinem eigenen Lande. Der Churfürst und derKaiser, beide haben Macht über Dich, und jeder ist kräftig genug.Dich in Deiner gerühmten Veste Hartenburg nach Willkühr zuvernichten."

Der Letztere mag allenfalls, wenn Du willst, die Mittel dazubesitzen, würdiger Prior" unterbrach ihn der Grafaberwas den Churfürstcn betrifft, so muß er sich zuerst die Feinde vomHals schaffen, die ihn selbst bedrängen, ehe er an einen derartigenSieg denken kann."

Vater^Arnolph verstand wohl, was der Andere meinte, denneS war kein Geheimniß, daß Friedrich um jene Zeit schlimm genugin der Klemme war, um selbst für seinen Thron Besorgnisse hegenzu müssen ein Umstand, der bekanntermaßen den Grafen von Har-tenburg in dem lang gehegten Plane ermuthigte, sich eine Ge-meinschaft vom Halse zu schaffen, welche seine Entwürfe kreuzteund seinem Ansehen in der Gegend Abtrag that.

So wollen wir von dem Churfürstcn schweigen und nur vondem Kaiser reden," erwiederte der Prior.Du glaubst, er seyfern von Deinen Landen in seinem Palaste, und zuverlässig besitzter hier keine sichtbare Gewalt, um Deine rebellische Hand zu be-zwingen. Nehmen wir an, eine Familie, die er beschütze und sogarliebe, stehe einem Deiner habgierigen Entwürfe im Wege; derVersucher habe Dir deßhalb in den Sinn gegeben, es würde gutseyn, sie zu entfernen oder mit gewaltiger Faust zu vernichten.Bist Du schwach genug, Graf Emich, um auf solche Einflüsterungenzu hören, wenn Du weißt, daß der Arm Karls lange genug ist,um von seinem entlegenen Madrid bis zum fernsten Winkel Deutsch-